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© Dr. Hilmar Alquiros Aachen/Germany 2002 ff.

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-13,6 x 10 9

 

 

Big Bang

The Chinese cosmogony

timetable / Zeittafel

 -1.000.000

 

 

700.000-200.000

Prehistory

The first human relicts being discovered were bones of the so-called Peking Man (Beijing yuanren 北京猿人; Sinanthropus pekinensis, now Homo erectus pekinensis) at Zhoukoudian 周口店 in 1927. Other findigs in this area brought up the theory of a muli-centered human evolution that should not exclusively have taken place in Africa. This problem is still not resolved today.
 "A universal guide for China studies from Chinaknowledge"

10000-2000

Mythology

Mythology and the origin of Chinese culture
Survey /
Periods of Chinese History / dynasties

>2205

First ancestor = Yellow Emperor Huangdi
Xia Dynasty 夏代
Fuxi

Goldenes Zeitalter: First ancestor is the Yellow Emperor 黃帝, Huang Di (Huangdi), surname Xuanyuan 軒轅氏; residence: Youxiong 有熊 (reigned for 100 years) dem Gelben Kaiser zugeschriebene Übungen zur Pflege der Gesundheit; his son: Changyi 昌意, his son: Emperor Zhuan Xu 顓頊, his son: Gun 鯀, his son: Wenming 文命, called Da Yu 大禹.
Kulturheros Fuxi: verfasst das „Huangdi Neijing“ (Innerer Klassiker)
 

Mythical Period of the "Five Emperors" 五帝紀 Wŭ Dì Jì  (Reign List)
Chinese tradition postulates a period of great culture heroes who invented the arts of civilization, followed by the foundation of a dynastic line referred to as Xià (q.v.) The period of the Five Emperors is traditionally considered to run from about 10,000 BC to about 2207 BC.

2205-2197

Yu the Great

Goldenes Zeitalter: Yu the Great (Da Yu) 大禹; surname Xiahou 夏后氏 - is said to have ruled from 2205 to 2197 BC, other sources say, from 1989 to 1978 BC.
The personal name of Yu the Great was Zi 子

 -2000

 

 

2000-1700 (1500)

Xia Dynasty 夏代

Goldenes Zeitalter
 

1700-1067 (1027)

Shang Dynasty 商代

 (17th to 11th cent. BC)

1066-221

Zhou-Dynastie

1027-771 Western Zhou Dynasty   770-221  Eastern Zhou Dynasty  
yìjīng-Entstehung? [ I Ging, I Jing, Yi Ching, Yi King; I Ching (Wade-Giles)] endgültige Form bereits während der Zhou-Dynastie (~ 1200-500) [mythischem Herrscher Fu Xi  zugeschrieben]

 -1000

 

 

~1000-51

"Klassische chinesische Epoche"

Erste klassische Schriften bis Konzil 53-51

~1000-600

Shījīng und Shūjīng

Verfassen/Kompilieren der ersten klassischen Schriften ...

 722-481

(476)

Frühling- und Herbstepoche
 

Zweite Epoche der Zhou-Dynastie (1066-221 v. Chr.). Nur sieben größere Staaten blieben aus vielen anderen übrig. 770-476 Spring and Autumn period   

551-479

Konfuzius / Kŏngzĭ Begründer des Konfuzianismus

~551-479

yìjīng Niederschrift

~540-480

Heraklit

Geistesverwandte Gedanken zu Laozi 老子

~480-390

Mòzĭ Begründer des Mohismus
    475-221 Warring States period    221-207  Qin     206-9  Western Han
403-221 Streitende Reiche / Zhànguó-Zeit
Heguanzi 鶡冠子

Die Streitenden Reiche (403-221 v. Chr. s. Karte ) (warring "states period") waren die dritte und letzte Epoche der Zhou-Dynastie (1066-221 v. Chr.). (Meister mit der Phasanenkappe) Streitende Reiche. (403-221 v. Chr.) Selbstkultivierung und Regierung in Übereinstimmung mit dem naturgegebenen Wandel der Phasen/Elemente.

~400? Dàodéjīng 道德經
Lǎozĭ

Wichtigster Text des Daoismus (Klassiker vom DAO und seiner Wirkung) Früher gebräuchliche Transkription: Tao Te King. "Meist übersetztes Werk nach der Bibel. Sammlung von 81 Abschnitten in insgesamt etwa 5000 Zeichen über das DAO 道 ,sein Wirken de 德 in der Welt und das richtige Verhalten des Menschen, Nicht-handeln wuwei 無為. Als Autor gilt traditionell Li Dan 李聃, genannt der Alte Meister Laozi 老子, dessen historische Existenz aber nicht nachweisbar ist." Er soll den Text vor seiner Reise in den Westen im 6. Jh. v. Chr. dem Passwächter Guan Yin hinterlassen haben. Ausgrabungen von Guodian aus dem frühen 3. Jh. v. Chr. und Mawangdui aus dem 2. Jh. v. Chr. bestätigen, dass das Buch im 4. Jh. v. Chr. entstanden sein dürfte. Die heute verbreitete Fassung, die nach ihrem Kommentator Wang Bi 王弼 (bis 249) benannt ist, stammt aus der Han-Zeit. [http://www.100jia.net/texte/]

372-289

Menzius / Mèngzĭ Hauptvertreter des Konfuzianismus

~319-301

Anonymus Lǎozĭ老子(Kapitel 39!) wird zitiert im Zhànguócè [unklare Authentizität] von einem gewissen König Yán Chù von (regierte von 319-301.) Evtl. als von Liú Xiàng (s.u.) eingefügt diskutiert.

~300 ?

Zhuāngzĭ 莊子 (369-286)

(Meister Zhuang) Das Nanhua zhenjing 南華真經 ist neben dem Daodejing das wichtigste Buch des philosophischen Taoismus. Es wird übereinstimmend als literarisch wertvollstes taoistisches Werk bezeichnet. Es besteht aus auch für uns heute anschaulichen Begebenheiten und Begegnungen. Einen prominenten Platz nimmt neben der Veranschaulichung des Dao die Erkenntnis- und Sprachtheorie ein. Manchmal treffen wir auf Phantasiewesen in fremden Welten, manchmal auf bekannte Persönlichkeiten im Disput, etwa der Sophist Hui Shi. Konfuzius tritt immer wieder positiv in Erscheinung. Nur in einigen Dialogen mit Laotse erweist er sich als weniger vollendet als ersterer. 
Das Werk wurde im 3. Jh. v. Chr. verfasst. Im Yiwenzhi des Hanshu wird es mit zweiundfünfzig Abschnitten angeführt. Heute sind nur 33 Abschnitte überliefert. Das Buch ist in drei Teile eingeteilt. Die sieben Inneren Kapitel Neipian 内篇 stehen am Anfang. Sie werden manchmal dem taoistischen Philosophen Zhuang Zhou 莊周persönlich zugeschrieben. Die folgenden fünfzehn äußeren Waipian 外篇  und zehn vermischten Zapian 杂篇  Kapitel werden seiner Schule und späteren Taoisten zugeschrieben. Während der Tang-Dynastie erhielt das Werk den Ehrentitel "Wahres Buch vom südlichen Blütenland".  Der bekannteste Kommentar stammt von Guo Xiang 郭象 (+ 312) aus der Jin Dynastie.[http://www.100jia.net/texte/]

Zhuāngzĭ, Kap. 33 (letztes Kapitel) "Lǎo Dān spricht" - entspricht gut Dàodéjīng 道德經 Kap. 28 g) - o).

300-200

(Guiguzi 鬼谷子)

(Meister des Geistertals) Kleines Buch aus der späten Epoche der Streitenden Reiche (3. Jh. v. Chr.) mit gemischten Inhalten. Es gehört nicht zu den traditionell der taoistischen Philosophie zugeordneten Werken.

300-200

Liezi 列子

(Meister Lie) Autor Lie Yukou 列御寇 ist historisch nicht nachweisbar. Das Buch stammt aus dem 3. Jh. Es ist der für uns am leichtesten nachvollziehbare taoistische Klassiker. Nach Aufgabe von Wissen und Begierden kann sich der Mensch natürlich ziran 自然 verhalten. Das letzte Kapitel ist dem Skeptiker Yang Zhu 楊朱 gewidmet, der zu Lebzeiten großen Einfluss hatte.
Im Yiwenzhi 艺文志 des Hanshu 汉书 wird der Text Liezi mit acht Abschnitten angeführt. Auch heute sind acht Abschnitte überliefert. Während der Tang-Dynastie, im Jahr 742, erhielt das Werk den Titel "Wahres Buch vom quellenden Urgrund Chongxu zhenjing 冲虚真经". Es enthält fabelhafte Episoden, die das Leben im Dao gut veranschaulichen. Neben Liezi tritt der Skeptiker Yang Zhu 杨朱 prominent auf. Es ist neben dem Daodejing und dem Nanhua zhenjing 南化真经 das drittwichtigste Buch des philosophischen Taoismus. Der bekannteste Kommentar stammt von Zhang Shen 张湛 aus der Jin Dynastie.
[http://www.100jia.net/texte/][http://www.100jia.net/texte/][http://www.100jia.net/texte/]

300-100

Shanhaijing 山海经

(Klassiker der Berge und Seen) Magische Geographie aus dem 3. bis 1. Jahrhundert v. Chr., die dem legendären Großen Yu zugeschrieben wurde. Sie beschreibt Fauna, Flora, Mineralien, fremde Völker, Geister und Götter in allen vier Himmelsrichtungen, sowie jenseits des Meeres, innerhalb der Meere und in der großen Wildnis.[http://www.100jia.net/texte/]

~ 300 / 280 ?

Jīngmén-Fund (1993) Guōdiàn-Text

Textteile aus 32 der heutigen Kapitel
~298-~220 Xúnzĭ荀子 Hauptvertreter des Legalismus.
Xúnzĭ (chin. 荀子auch Hsün-Tse chinesischer Philosoph in der Zeit der Streitenden Reiche. (klassischen Konfuzianismus),  gleichzeitig ist Xúnzĭ auch der Name seines Werkes.
Kap. 17 S. 260: "Lao Tzu hat einen Blick für [den Vorteil] des Sich-Duckens {qū nachgeben} , ist aber ignorant gegenüber dem Sich-Behaupten." [Chang 1982 S. 414]

~280-233

Hánfēizĭ (†233)

Hauptvertreter des Legalismus. Kap. 20 und 21: einzelne Kapitel, Passagen oder kurze Sätze aus dem werden als Beispiele angeführt (aber nicht im Sinne des Daoismus verwendet!).
in Kap. 20: aus
Dàodéjīng 道德經 :
Kap. 38, 54 (vieles), teilweise 12, 46, 50, 58, 59, fast vollständig 60, ein Satz aus 14, der erste Satz aus 1, etwas aus 67, 53

In Kap. 21: aus Dàodéjīng 道德經 :
Kap. 46 (fast ganz), viel von 26, 36, 63, 52, 71,  [kurz aus 64], je ein Satz aus 41, 33, 27, 47 ganz.
[22+1]
Summe ca. 650 Zeichen, 10% des Dàodéjīng 道德經!
Hán Fēi Zĭ 韓非子 "Master Hán Fēi"

A philosopher (and his book) dating to about the IIIrd century BC, concerned with government, but influenced by Taoism, but especially associated with Legalism, a school of statesmanship advocating universal application of unbending law. He served in more than one small state, including Qín , under the monarch who was to become the first emperor of a unified China. A rival named Yáo Jià 姚賈 is said to have become envious of him and to have arranged his arrest. He committed suicide in prison about 230 BC.

 (Wimmer) Han Fei ist auch einer der frühesten Kommentatoren des Daodejing. Er hat zu 22 Kapiteln davon Kommentare geschrieben. Von ihm stammt auch die erste Interpretation des umstrittenen Kapitel 1, in dem so viel auf die Interpunktion ankommt. Han Fei hat gelesen: "Das Tao, von dem man sprechen kann, ist nicht das bleibende, ausdauernde Tao."[107]  Han Fei Zi, Kap. 20, zitiert nach Béky 1972, S. 67
Er sieht Dao als das principium individuationis, nicht als ein undifferenziertes Kontinuum: Dao ist dasjenige, wodurch alle Dinge das werden, was sie sind. Es ist das, womit alle Prinzipien kommensurabel sind. Prinzipien sind Muster (wen), entsprechend denen alle Dinge zur Existenz kommen, und Dao ist der Grund für ihre Existenz. Darum heißt es, dass Dao die Dinge in eine Ordnung (li) bringt. Dinge haben jeweils ihre Prinzipien und können sich nicht gegenseitig durchdringen. Da Dinge ihre jeweiligen Prinzipien haben und sich nicht gegenseitig durchdringen können, sind darum Prinzipien die kontrollierenden Faktoren in den Dingen. Jedes hat sein eigenes Prinzip im Unterschied zu demjenigen des andern, und Dao ist ihnen allen angemessen [als Einheit]. Folglich muss alles den Prozess der Transformation durchlaufen.
[108] Han Fei Zi, Kap. 20, übersetzt nach Chan 1969, S. 260

Die Kunst der Staatsführung. Die Schriften des Meisters Han Fei. Aus dem Altchinesischen übers. v. Wilmar Mögling.

<239

Lü shi chunqiu 呂氏春秋

(Frühling und Herbst des Herrn Lü) Das Buch wurde unter Förderung des Qin-Kanzlers Lü Buwei 呂不韋 239 v. Chr. fertiggestellt. Er versammelte dazu laut Sima Qian 3000 gelehrte Hausgäste und ließ sie an einer Zusammenfassung des Wissens der Zeit arbeiten. Als das Buch fertig war, ließ er es auf dem Marktplatz ausstellen und einen Sack mit 1000 Goldstücken darüber hängen. Er versprach sie demjenigen, der schlüssig auch nur ein Zeichen hinzufügen oder wegnehmen könne.

Das erste Buch, die 12 Aufzeichnungen, ist zyklisch nach den Monaten des Jahres aufgebaut -- daher der Name "Frühling und Herbst". Es enthält 12 mal 5 Abschnitte. 60 ist die Zahl der Jahreszyklen. Es wird dem Himmel zugeordnet.

Das zweite Buch, die 8 Betrachtungen, enthält 8 mal 8 (64) Abschnitte. 64 ist die Zahl der Hexagramme des Yijing. Es wird dem Menschen zugeordnet.
Das dritte Buch, die 6 Abhandlungen, enthält 6 mal 6 Abschnitte. Es wird der Erde zugeordnet.

Das Konzept der 5 Phasen/Elemente ist zentral: Erde tu 土, Holz mu 木, Metall jin 金, Feuer huo 火, Wasser shui 水. Ihnen entsprechen 5 Farben, Organe, Stimmungen usw. Die Natur, die menschliche Gesellschaft und historische Abläufe sind danach geordnet. Das Werk des Zou Yan 鄒衍, dessen Schule diese Gedanken ausgeformt hat, ist verloren. [http://www.100jia.net/texte/]

>235

Lǚ Bùwéi (†235) "Lǚshìchūnqiū" - wohl unter Leitung von Lǚ Bùwéi zusammengestelltes Werk (Ideensammlung nach "Gastliteraten") in Kap. I, 4 Erwähnung: ("Als Lǎo Dān dies hörte, sagte er …" - allerdings ohne Zitat aus dem Dàodéjīng 道德經)

232-202

Xiàng Yǔ's concubine

oldest Laozi-Manuscript mentioned by Fu Yi (554-639)

221-207

Qin-Dynastie

Qin (Ch'in) eroberte alle anderen und vereinigte China unter der gleichnamigen Dynastie (221-207 v. Chr.).

< 206

Mǎwángduī -Text A.
Schriftstil
  Xiǎozhuàn

Textausgabe als Grabbeigabe, 1973 entdeckt

< 179

Mǎwángduī-Text B.
Schriftstil Lìshū

Textausgabe als Grabbeigabe, 1973 entdeckt

-2. Jh.

Wenzi 文子

(Meister Wen) [http://www.100jia.net/texte/] älteste erhaltene Erklärungen von Teilen des Laozi! Nimmt Hanfeizi teilweise wörtlich vorweg, Übereinstimmungen auch mit Huainanzi), z.B. Kap. 17.1. Neue Entdeckung längerer Teile 1973 auf Bambusstreifen in Dingxian / Hebei, 1995 publiziert. (Han-Dynastie-Grab Nr. 40)

139

Huainanzi 淮南子

(Meister von Huainan)  compiled by a prince in 139 BC.[http://www.100jia.net/texte/]

~139 Liú An (179-122) Im "Huáinánzĭ" Zitat des Kap. 42 Dàodéjīng 道德經: Nach "Als 'das Eine' erzeugt es nicht. Daher teilt es sich und macht das Yin und das Yang. Yin und Yang harmonieren und sind die Erzeuger aller Dinge" folgt das Zitat: "故一生二二生三三生萬物 = b), c), d) yuē  "Denn es heißt" (statt 道生一), abgewandelt für das nicht ausschließlich daoistische Werk.

-2.Jh.?!

"Mr. Lin"
"Mr. Fu"
"Mr. Xu"
Liu Xiang

verschollene erklärende Schriften über Laozi; aufgelistet in einer Bibliographie, der Han shu Liste:

Classic Laozi handet Down by Mr. Lin, Mr. Fu, Mr. Xu ...

"Erklärung des Laozi"

~100

Sīmǎ Qiān 司馬遷 (145-86) Shǐjì.  (Lǎozĭ-Biographie) [z.B. Verlag Zhōngjuá, Běijīng 1989.] Vergleich der philosophischen Schulen (vgl. Jacobs S. 304-306), über Dàoisten:

"Die Daoisten lassen den Menschen die Ursubstanz und den Geist als das besondere Eine sehen, alle Tätigkeiten sollen mit dem Unsichtbaren harmonieren, ausreichend für die 10000 Dinge. Was sie als Lehre verbreiten, folgt dem großen Strom der Yīn-Yáng-Schule, nimmt Gutes aus der konfuzianischen und der mohistischen Schule, sammelt wichtige Punkte der Dialektiker und der Legalisten, mit dem jahreszeitlichen Wechsel entsprechen sie den Wandlungen der Dinge, unter den sich auf die Dinge beziehenden Festlegungen und Gebräuchen ist nichts, was unangemessen wäre, ihre Weisungen sind knapp und leicht zu fassen, faktisch tun sie wenig, aber erreichen viel."

74-49

Kaiser Xuāndì Hàn-Kaiser, unter dem das folgende Konzil stattfindet ...

59-24

Zhuang Zun Später Yan Zun genannt, schrieb einen Laozi-Kommentar (Laozi zhu, in 2 juan), teilweise erhalten, erwähnt im Sui shu Katalog und im Jingdian shiwen, nicht aber später (nach Shima Kunio daher wohl in der Tang-Dynastie verloren; sowie einen "Wortlaut des Laozi" (Laozi zhigui, 11 juan im Sui shu-Katalog, später mit 13 bzw. 14 juan erwähnt), längere Teile erhalten im Taoistischen Kanon: langes Fragment von juan 7 ff. eines Werkes dieses Namens erhalten im Daozang mit der zweiten Hälfte des Laozi! - Wagner II, 153); große Ähnlichkeit zu den Mawangdui-Manuskripten!

53-51

Shíqúgé-Konzil Erstes textkritisches Konzil zur Auslegung der klassischen Schriften, im Shíqúgé ("Pavillon am Steinkanal").

53-18

Yang Xiong Schüler von Zhuang Zun, verschollene Schrift über Laozi
-1. Jh. Anqiu Wang zhi verschollene Schrift über Laozi
-1. Jh. Wang'an Qiu zhi
Wuqiu Wang zhi
verschollene Schrift über Laozi, evtl. Wang'an Qiu zhi = Wuqiu Wang (zhi)

<51

Kaiser Chéngdì / Liú Xiàng Der große Literat Liú Xiàng wird Hofbibliothekar: umfangreiches Kompilieren, Sichten, Redigieren klassischer Texte, einige eigene Texte (angeblich z.B. der verlorene Shuō Lǎozĭ);

?

Huangdi Neijing 黃帝內徑

(Medizinischer Klassiker des Gelben Kaisers) Die chinesische Medizin hat dem Taoismus zentrale Anteile ihrer Anschauung zu verdanken. Zusammenwirken und Wechselwirkung der einander ergänzenden Gegensätze Yin 陰 und Yang 陽; die fünf Elemente/Phasen wuxing 五行; Körperpflege durch Schattenboxen taijiquan 太極拳 oder qigong 氣功. Das Buch ist das bekannteste Werk der chinesischen Medizin, das der Tradition nach auf den legendären Gelben Kaiser zurückgeht. Es ist in Form eines Dialogs zwischen diesem und seinem Arzt, Qi Bo, gefasst[http://www.100jia.net/texte/]

?

Taipingjing 太平經

 (Klassiker des Höchsten Friedens) Klassiker aus der späteren Han-Zeit. Es hat 10 Teile mit jeweils 17 Kapiteln und insgesamt 366 Abschnitten. Zur Förderung des Staates durch Übereinstimmung mit Himmel, Erde und den 5 Phasen und absichtsloses Handeln. Außerdem beinhaltet es Angaben zu Meditation, Atemübungen, Kräutermedizin u. ä. Es war das Leitwerk der damaligen Bauernrevolten.[http://www.100jia.net/texte/]

<6

Liexianzhuan 列仙傳

(Biographien einiger Heiliger) von Liu Xiang 劉向, der bis 6 v. Chr. lebte. Der Text enthält 70 Biographien taoistischer Heiliger/Weiser. Er wird als Nachschlagewerk zum frühen Taoismus auch heute geschätzt. Spätere Biographiensammlungen, z. B. das Shenxianzhuan 神仙傳 sind durch diesen Text beeinflusst..[http://www.100jia.net/texte/]

~6-4 ?

*Jesus

Geburt von Jesus von Nazareth, viele verwandte Gedanken mit Laozi

 0000

 

 

~1-33 ?

Jesus

ungefähre Lebenszeit von Jesus von Nazareth

79-166

Ma Rong Kommentare zu Laozi, Huainanzi, Lisao; nach Kong Yingda als erster mit Kommentierung direkt im (Laozi-)Text

2.Jh.?!

Heshang zhangren verschollene Schrift über Laozi

2.Jh.?!

Song Zhong verschollene Schrift über Laozi; mit Wang Bi's Großvater Wang Can eng verbunden

164-233

Yu Fan Interesse an Zhouyi, Lunyu und Laozi kombiniert

200-400

Jiejie (anon.?!) in Fragmenten erhaltener Laozi-Kommentar

209-241

Sun Deng in Fragmenten erhaltener Laozi-Kommentar

2. Jh.?!

Zhong Yu nicht erhaltener Laozi-Kommentar, schrieb auch einen Zhouyi-Kommentar; einer der höchsten Beamten der Wei-Dynastie.

?-239

Zhang Yi nicht erhaltener Laozi-Kommentar

225-264

Zhong Hui in Fragmenten erhaltener Laozi-Kommentar, Sohn von Zhong Yu, Diskussionspartner von Wang Bi

226-249

Wáng Bì 王弼

Bedeutendster Philologe über Dàodéjīng 道德經  (Kommentar … Schrift …)

Des ganzen Textes außer Kap. 31 + 66 (!?). enthalten z. B. in Gāo Míng 1996.

Chinese philosopher: commentaries on Lao Tzu's Dao de jing and the I Ching. The text of the Dao de jing that appeared with his commentary was widely considered as the best copy of this work until the discovery of the Ma-wang-tui Texts in 1973.

He served as a minor beauracrat in the Kingdom of Wei, one of the Three Kingdoms, and was married with a daughter. He died of pestilence at the age of 24 [Wikipedia]
comp. Lao-tzu Chou-I Wang Pi chu chiao-shih, Taipei, Hua Chung Publishing

233-263

Xun Rong

nicht erhaltener Laozi-Kommentar, Diskussionspartner von Wang Bi

227-264 Dong Yu

nicht erhaltener Laozi-Kommentar

227-264 Meng Kang

nicht erhaltener Laozi-Kommentar

~270 Suo Dan

Suo Dan-Manuskript Kap. 51-81 des Laozi, von Prof. Rao Zongyi (Jao Tsung-i) veröffentlicht, eng angelehnt an Heshang Gong,

sowie Xiang Er mit dem ersten Teil des Laozi, ca. 2.-5.Jh.

3. Jh.?! He Yan

Laozi-Essay

3. Jh.?! Ruan Ji

Laozi-Essay

300-400 ?

Xiang Er

erhaltener Laozi-Kommentar, zugeschrieben auch Zhang Lu (Rao Zongyi) und Zhang Daoling (Tang Xuanzong, Du Guangting), 2.-5.Jh.?!

300-400 ?

("~160")

N.N., gen. Héshàng Gōng

Kommentar: sehr ähnlich zu Wáng Bì [vgl. Jacobs S. 319; Gāo Míng 1996 S. 1]

Heshanggong, a legendary figure depicted as a teacher to the Han Emperor Wen (r. 179-157 B.C.E.).

Alan Chan, The Heshang gong Commentary to the Laozi [in preparation]

als Fälschung auch bezeichnet von Yao Nai (1732-1815), Xu Dachun (1884-1970), Ma Xulun (1884-1970), somit Wang Bi als Standard-Text!

300-400

Shenxianzhuan 神仙傳

(Heiligenbiographien) Das Buch stammt von Ge Hong 葛洪 aus der Östlichen Jin-Dynastie, 4. Jh. n. Chr. Es verzeichnete 84 Biographien von Heiligen des Taoismus. Die überlieferte Fassung in 10 Kapiteln wird für unvollständig gehalten.[http://www.100jia.net/texte/]

300-400

Baopuzi 抱樸子

(Die Einfachheit umfangender Meister) aus dem 4. Jh. ist eines der Hauptwerke des Taoismus der Jin-Zeit. In seinen äußeren Kapiteln verteidigt es die konservative Gelehrsamkeit der Han-Dynastie. Die inneren Kapitel sind der Meditation, der Lebensverlängerung, der Alchimie, dem Exorzismus u. ä. gewidmet. Der Autor, Ge Hong 葛洪, hatte sich zurückgezogen, nachdem er politisch gescheitert war. Er beeinflusste den Taoismus in Südchina.[http://www.100jia.net/texte/]

471

Daozang 道藏

(Taoistischer Kanon) Der erste Katalog, der das gesamte taoistische Schrifttum umfasste war Sandong jingshu mulu 三洞經書目錄 (Index der klassischen Bücher der drei Höhlen) von Lu Xiujing 陸修靜 aus dem Jahr 471. Weitere Verbreitung fand Sandong qionggang 三洞瓊綱 (Drei Höhlen Juwelen Netz), das während der Tang-Dynastie unter Kaiser Xuanzong 唐玄宗 kompiliert wurde. Kataloge aus der Song-Zeit, etwa Da Jin Xuandu baozang 大金玄都寶藏 (Schätze aus der mystischen Hauptstadt der Großen Jin-Dynastie) sind verloren. Die heutige Fassung des Kanons basiert auf der Ming-Edition unter Kaiser Zhentong aus dem Jahr 1445, Zhengtong Daozang 正統道藏. 1926 entstand eine erste photolithographische Reproduktion, die 1962 in Taiwan neu aufgelegt wurde.
Die "Drei Höhlen"-Einteilung aus dem 5. Jh. besteht aus Dongzhen 洞真 (Wahrheit aus der Höhle), Dongxuan 洞玄 (Mysterien aus der Höhle) und Dongshen 洞神 (Geist aus der Höhle). Das Daodejing ist hier nicht enthalten, sondern in den Sifu 四輔 (Vier Lagunen).
[http://www.100jia.net/texte/]

6.Jh.

Lu Deming (556-627) Philologe über Dàodéjīng 道德經 - Wang-Bi-Text und -Kommentar gegen Heshang Gong-Bevorzugung in der Tang-Dynastie verteidigt, Heshang gong sogar als Fälschung bezeichnet! Fortgesetzt von Schülern wie Fan Yingyuan.

6.Jh.

Fan Yingyuan Philologe über Dàodéjīng 道德經 - Schüler von Lu Deming; Laozi Daodejing Guben.

6.Jh.

Fù Yì (554-639) Bedeutender Philologe über Dàodéjīng 道德經 Geschichte der Laozi-Manuskripte. Älteste angeblich =  Grabbeigabe aus Grab der Konkubine von Xiàng Yǔ (232-202)

9.Jh.

Po Chü I (772-846)

6. The Philosopher (Lao Tzu)

“Those who speak know nothing; Those who know are silent.” These words, as I am told, Were spoken by Lao Tzu. If we are to believe that Lao Tzu Was himself one who knew, How comes it that he wrote a book Of five thousand words?

(Translated by Arthur Waley) 1-7, 11,12  From  A Hundred and Seventy Chinese Poems, translated by Arthur Waley, Alfred A. Knopf Inc., New York, 1919. www.humanistictexts.org/po_chu_i.htm#_Toc483883516

See Bertolt Brecht! → www.tao-te-king.org/brecht.htm

 1000

 

 

1208

Dschingis Khan

Eroberung Pekings, 1221-1224 mongolische Erkundungstruppen bis Polen!

<1227

Cháng Chūn (1148-1227)

= daoistischer Mönch [Qiū Chùji (1148-1227)], aus Shāndōng, traf Dschingis Khan in Kabul und Taschkent. 

1259-1263

Chāng Dé

reiste im Auftrag von Khan Möngke in den Iran (1259-1263).

1246

Giovanni da Pian del Carpini
(~1180-1252)
Franziskaner, 1246 in Sira Ordu bei karakorum: "Historia Mongalorum quos nos Tartaros appellamus" und "Liber Tartarorum", Auszüge gedruckt 1473, vollständig Paris, 1839 (Hrsg. M. A. P. d'Avezac).

1253

Wilhelm von Rubruk (Ruysbroek) (~1210-1270) 1253-1255 Reise nach Karakorum

 

Rabban Bar Sauma (1220-1294)

Nestorianermönch uigurischer Abstammung (* Zhōngdù, † Baghdad), Reisen in den Iran, in Mission des Khan (Argun) auch nach Rom und Paris; Tagebuch in persisch (EB1, S. 881; zit. Jacobs S. 280)

~1260

 Niccolò und Matteo Polo

Kaufleute (im Bericht von Marko Polo)

1271-1295

Marco Polo (1254-~1324)

Handelsreise von Niccolò und Matteo Polo nach China.  Reise und Reiseberichte Marco Polos (venezianische Kaufmannsfamilie; Rückkehr 1295) Erfahrungen im Mongolenreich mit anderen Religionen: Buddhismus, Islam; sein Buch bestimmte über Generationen die westliche Vorstellung vom Orient - etwa gleichzeitig die China-Mission der Bettelorden ein. ("Il milione", "Beschreibung der Welt" ~ 1307).

1280 ff.

weitere Franziskanische Mönche

(mongolische) Yuan Dynastie (1280-1368), Kublai Khan ab 1280 - erste Missionare in China.  Johannes von Marignola (<1290-~1359) ab 1342 Peking (3-4 Jahre) "Chronica Boemorum" (1355-1359 Prag, Hof Karl IV ). Johann Mandeville ~1300, beschreibt (viel beachtet und vielfach übersetzt) Kaiserhof in Cathay, betont Klugheit der Philosophen!

1294

Giovanni de Montecorvino
 (1247-1328)

1294 ff. in Khanbaliq, erster katholischer Bischof in Peking, Briefe 1305 + 1306

~1322

Odoric da Pordenone
 (1286-1331)

~1322 in Cambalec, "Die Bräuche und die Beschaffenheit dieser Welt", Handschr. ~1330; positive Schilderung der Tartaren in "Cathay" (vgl. Marko Polo)

1498

Vasco da Gama

Entdeckung des Seewegs nach Indien durch Vasco da Gama und Steuermann Ahmad ibn-Mājid

 1500

 

 

1514

Portuguese sailors

China officially "discovered" in 1514 by Portuguese sailors

1568

Emmanuel Teixera (1536-1590)

1586 Macao, Jesuit; deutsch 1571: "Sendtschreyben vnd//warhaffte zeytungen.//Vom auffgang((vnd erweiterung des Chri=//stentumbs//[...]" (= kurzer Rechenschaftsbericht mit positiver Darstellung von Bewohnern und Staat, Aussichten der Missionierung).

1577

Alessandro Valignano (1536-1606)

Visitator für die Westindischen Inseln (inklusive Ost-Asiens) in Macao!

1579

Michele Ruggieri (1543-1607)

arrived 1579 - First Jesuits!

1581

Matteo (Matthieu) Ricci

 (1552-1610) study of  Confucian classics: Daoism as "superstition"?! - "Sekte [Philosophenschule, weltanschaulich - religiöse Gemeinschaft] des Laozu" (Daoismus), mit Michele Ruggieri in Südchina.

"Under allen Heidnischen Secten/ hab ich von keiner gelesen/ die in weniger irrthumb gefallen sey/ als die alte Chineser. Dann in ihren Büchern find ich das sie einen Höchsten Gott angebettet/ welchen sie Himmel König (tiandi)/ oder mit einem andern namen: Himmel vnd Erden (tiandi) nennen." Ricci, De expeditione Christiana apud sinas suscepta. Augsburg: 1615 (deutsche Übersetzung von Nicolas Trigault).
"Die geographischen Kenntnisse des Raumes zwischen Indien und China nahmen nur langsam zu: "Die ganze chinesische Missionsgeschichte des siebzehnten Jahrhunderts hat unter ihren Hunderten von Sendboten einen einzigen Geographen aufzuweisen. Dies war der Österreicher Martin Martini, und er ist selbst während des achtzehnten Jahrhunderts nicht überboten, kaum erreicht worden. ... läßt doch sein großer Atlas darauf schließen, daß er die meisten Provinzen von China selbst durchwandert hat." (Narciß ebd., S. 61)" [Wimmer]
Der Jesuit und „Missionar Martin Martini (1614-1661), der die Klassiker der chinesischen Historiographie studiert hatte“, rechnete aus, daß der erste chinesische Kaiser seine Herrschaft 600 Jahre vor der Sintflut angetreten haben müsse. [3]
<1615 italienische Vorfassung der
"Histoire de L'éxpédition chrétienne au royaume de la Chine, 1582-1610" (s.u., 1615!)

1583-85/1586

Francesco Babral u.a.  1583-85 Zhaoqing und Macao, Jesuiten.
 

1585

Juan Gonzáles de Mendoza
(ca. 1540-1617) u.a.

Augustiner erste umfassende Beschreibung Chinas: kurze Erwähnung der drei "Sekten" Konfuzianer, Buddhisten und Daoisten.
"Historia de las cosas mas notables, ritos y costumbres del gran Reyno de la CHina", Rom 1585;
fußt auf dem Bericht des Augustinermönchs Martin de Rada (1533-1578) und Gaspar da Cruz (Dominikaner, 1569 gedruckt; deutsch 1589 "Ein Neuwe/Kurtze///[...] warhaftige [...]": ausführlich, positiv, gegliedert - Vergleich chinesischer und europäischer Zivilisation, teilweise China als überlegen darstellend!

1586

(Francesco Babral, Antonio Mendoza, Francesco Pasio, Matteo Ricci, Michele Ruggieri)

1586 deutsch: "Fernere Zeitung//Ausz Japon/ ... Bottschafft/ausz der gewalt=//genbisz anhero Haydnischen Land=//schafft CHINA.."

1589

Allessandro Valignano + Antonio de Almeida Jesuiten; deutsch: "Sendt schreiben//Ausz den weit=// berhümten Landschaff=//tenChina [...]", 1589 (Erkundungsreise, Missionierbarkeit).

 1600

 

 

1602

Diego di Pantoja  Peking; deutsch: "Histori//vdn eigentliche beschrei=// bung[...] [...] Königreich China [...]" 1608, ausführliche Schilderungen.

~1610

Álvaro Semedo (1585-1658) "Er sprach von drei Schulen (écoles de pensée) in China: Konfuzianer, Buddhisten und die Schüler des Laozi (Lavzv). Ähnliche Anmerkungen finden sich bei Pater Álvaro Semedo (1585-1658) dreißig Jahre später." [Walf]

1600-50

(Chinese)

"Lao Tzu I" ('Wings of Lao Tzu'), ® ~1750-88 Latin translation by the"Portuguese" (name unknown) Terry Gillmore, 1997, 1998, 1999

1615

Nicolas Trigault (1577-1628)

1610 Macao; Jesuit; bis 1615 Peking, ab 1618 wieder in China; erste ausführliche Nachrichten über den Daoismus in den Westen  (Walf, 1999, S. 124):
franz. Jesuit
(1577-1628) übersetzt und erweitert Ricci's italienische Geschichte der frühen jesuitischen Mission in China "De Christiana Expeditione apud Sinas Suscepta ab Societate Iesu" - mit Bericht über Konfuzianer, Buddhisten und die Schüler des Laozi (erreicht später wohl Leibniz und Montesquieu).

„Under allen Heidnischen Secten/ hab ich von keiner gelesen/ die in weniger irrthumb gefallen sey/ als die alte Chineser. Dann in ihren Büchern find ich das sie einen Höchsten Gott angebettet/ welchen sie Himmel König (tiandi)/ oder mit einem andern namen: Himmel vnd Erden (tiandi) nennen.“ Ricci, De expeditione Christiana apud sinas suscepta. Augsburg: 1615 (deutsche Übersetzung von Nicolas Trigault).

1617

Matteo Ricci (1552-1610) +
Nicolas Trigault (1577-1628)

Ricci zuerst italienisch, von Trigault überarbeitet 1615 lateinisch, 1618 französisch [6]: "Histoire de L'éxpédition chrétienne au royaume de la Chine, 1582-1610" (Ricci + Trigault, 1615/17): "écoles de pensée" [Walf, 1999, S. 124] (Neuausgabe: Collection Christus, No 45. Desclée de Brouwer, Paris 1978). deutsch: "HISTORIA Von Einführung der Christlichen// Religion, in dasz grosse König=/ /reich China durch die Societet Jesv.//Sambt wohlgegründeten bericht von be=//schaffenhaitt des Landts vnd Volcks. [...]" Ausführliche Schilderung aller Bereiche incl. Sprache und Schrift!

~1650

Martino Martini

Philippe Couplet (1623-1693)

Teile der Kapitel 25 und 42 des Daodejing zitiert in: Sinicae Historiae Decas Prima (Martini, München 1658), Confucius sinarum Philosophus (Couplet, Paris: 1687) - Entdeckung von Anfängen der "Uroffenbarung" und von Gott / Trinität im Laozi.

17. Jahrh.

sonstige

Adam Schall von Bell, 1622 Peking, Jesuit und Astronom, chines. Kalenderberechnung; Ferdinand Verbiest, 1666 Peking, Jesuit und Mathematiker/Astronom; Michael Boym (Bericht deutsch aus Qíng-Zeit), u.a. (vgl. Jandesek 1992).

<1680

Athanasius Kircher (1601-1680)

"China monumentis qua sacris qua profanis illustrata" 1667. Jesuit - eher negative Beurteilungen der Daoisten. [36] [Walf]

>1684

Charles Maigrot (1652-1730)

seit 1684 in China, kritisch zu (religiösem) Daoismus: "De lào çhù Sectæ táo kia auctore deque præcipuis illius philosophiæ institutis"

1688

die "Figuristen"!
Joachim Bouvet
(1656-1730) + privates Netzwerk

franz. Jesuit, 1688 Mitglied der Gesandtschaft Ludwigs XIV. nach Peking bis 1730: Frühchristliche und alttestamentarische Wurzeln bereits in klassischen chinesischen Schriften enthalten ("Figurismus") … sollte Konvertiten helfen, auch den Ritenstreit beenden; Dao theologisch interpretieren!

"Figurists", a group of Jesuits (Beijing): first Europeans systematically studying Daoist classics; Daode jing as a Daoist "bible"; Bouvet translated ["Examen examinis seu responsum"1715]: "dao" - interpreted as "way, eternal, celestial law, deepest origin, abyss of all things , divine reason (ratio)...". "Weg, ewiges, d.h. himmlisches Gesetz, tiefster Ursprung, Abgrund oder Urgrund aller Dinge" = "wan wu zhi ao" =  (abyssus omnium rerum), "göttliche Ratio, ungeschaffene Weisheit, mit der Gott alles schuf und machte"  [vgl. Grasmück]

Figuristen interpretierten klassischen Daoismus-Schriften (früh-) christlich. "Für Bouvet ist Laozi der Vertreter der alten und mystischen Philosophie schlechthin, der in die allertiefsten Geheimnisse eingeweiht war." (Collani, 1994, S. 13). Daode jing noch vor den kanonischen Büchern, bereits Stellenwert einer daoistischen "Bibel".
Mitarbeiter Joseph de
Prémare (1666-1736) und Jean-Francois Foucquet (1665-1741) setzten sich als erste Europäer systematisch mit dem Daoismus auseinander! - Jetzt vor allem Daode jing (neben Yi jing) einbezogen. Ablehnung zwar des modernen religiösen Daoismus, nicht aber des philosophischen Daoismus. [dao: "Weg" ("Voie") - prägend für spätere Übersetzungen! - Pionierarbeiten]

<1696

Paul Berrier (1608-1696)

"Speculum christianae religionis …" in Europa versucht Verbindungen zwischen Daoismus und Kabbala festzustellen - Konzepte durch Figurismus ausgebaut, ähnlich bereits späteren der Theosophie und des New Age

1693

Charles Maigrot (1652-1730)

Mandat des Apostolischen Vikars von Fujian, MEP = Untersagung der Teilnahme christlicher Chinesen am Ahnen- und Konfuziuskult! - 1704 in Rom bestätigt, führt 1742 zum Verbot der chinesischen Riten durch Papst Benedikt XIV. Trug später mit zur Aufhebung der Societas Jesu 21.7.1773 durch Papst Clemens XIV. bei, Zusammenbruch der Chinamission!

~1690-1700

J.-B. du Halde (1622-1692)
Philippe Couplet (1674- 1743)

Am Ende des 17. Jahrhunderts berichtet neben Pater J.-B. du Halde (1622-1692) ein anderer Jesuit, Philippe Couplet (1674- 1743), über Daoisten in einem philosophischen Kontext: „Brevis notitia sectae Li kao kiun philosophi, cujusque sectariorum quis in Sinis Dao fu vocant“, also: „Kurze Notiz über die Sekte des Philosophen Li kao kiun und seine Sektenangehörigen, die man in China Dao fu nennt.“ [Walf]

1697

Gottfried Wilhelm Leibniz u.a.

 

Bouvet's Schüler:

Joseph de Prémare (1666-1736)

Jean-François Foucquet (1665-1741) Jean-Alexis de Gollet (1664-1741)

Jean-François Noëlas (1669-1740)

François Noël (1651-1729)

Erstes deutsches China-Interesse: "Neuestes über China" (Leibniz, Gottfried Wilhelm: Vorwort zu "Novissima Sinica". ("Komplementarität der abendländischen und der chinesischen Kultur"). [In: Hsia, Adrian (Hg.): Deutsche Denker über China. Frankfurt/M.: Insel 1985, S. 9-27)]; Briefwechsel 1688 Bouvet und 1697 Leibniz:  Einfluss ("Yijing" ... ) auf Entwicklung des dyadischen (binären) Zahlensystems und der Monadenlehre, von Norbert Wiener (Kybernetik) geschätzt [Zwei Abhandlungen mit dem Titel "De Progressione Dyadica", die unter dem 15. März 1697 datiert sind und im Nachlass von Leibniz gefunden wurden, sind die ältesten terminierbaren Quellen zum dyadischen Zahlensystem (Lautz 1979).
[Komplementarität der abendländischen und der chinesischen Kultur: "Durch eine einzigartige Entscheidung des Schicksals, wie ich glaube, ist es dazu gekommen, daß die höchste Kultur und die höchste technische Zivilisation der Menschheit heute gleichsam gesammelt sind an zwei äußersten Enden unseres Kontinents, in Europa und in Tschina (so nämlich spricht man es aus), das gleichsam wie ein Europa des Ostens das entgegengesetzte Ende der Erde ziert. Vielleicht verfolgt die Höchste Vorsehung dabei das Ziel - während die zivilisiertesten (und gleichzeitig am weitesten voneinander entfernten) Völker sich die Arme entgegenstrecken -, alles, was sich dazwischen befindet, allmählich zu einem vernunftgemäßeren Leben zu führen."]
Die Monadenlehre hatte großen Einfluß auf Wiener, wie sein Biograph Masani (Masani 1990, S. 121) ausdrücklich betont. Er nennt als Beleg zwei Arbeiten von Wiener: "Back to Leibniz" (Wiener 1932, (Physics reocupies and abandoned position). Tech. Rev. 34, 201-203, 222, 224.) und "Quantum Mechanics, Haldane, and Leibniz" (Wiener 1934, Phil. Sci. 1, 479-482). Zit nach
Peter H. Lässig  ]
Es sollten nicht nur - was damals ja bereits Realität war - christliche Missionare nach China ziehen. Auch in umgekehrter Richtung müßten seiner Meinung nach “Missionare der Chinesen” in den Westen kommen, “die uns Anwendung und Praxis einer natürlichen Theologie lehren könnten”. Lit.

Joseph de Prémare (1666-1736): seit 1698 in China, yi, erh, san (Kap. 42 und 14 Laozi) trinitarisch erklärt ... Behandlung des Begriffes Dào.

 1700

 

 

~1700

Jean-Alexis de Gollet (1664-1741) China 1700- ~1713, Vergleich biblischer und chinesischer Chronologie

~1700

P. Louis Le Comte (1655-1728)

Französischen Jesuiten lasen daoistischen Texte selektiv christlich. So wollte P. Couplet, und wohl auch P. Louis Le Comte im Daodejing das Wissen um die Trinität erkennen. [Walf] [10] TTK 42.

~1703

Basilio Brollo da Gemona (1648-1704)

Beschreibung der religiösen Daoisten: "Sy Lao kiun" 500 BC; Ordensleute, z.T. verheiratet. (Brief an Andrea Brollo, 13.8.1703).

<1711

François Noël (1651-1729 Lille)

 1687-1702 in China, 1702-1707 Prokurator it Gaspar Kastner in Europa, 1707-1708 erneut in China, 1708-1729 Europa, verstarb 1729 in Lille. nicht beweisbar: Erste Übersetzung des Laozi vor 1711 / First Translation of Laozi before 1711 ??  [Dehergne Les historiens Jésuites ..., p. 63 # 15.], aber keinerlei Spuren mehr! [Witek: Foucquet, p. 216 # 152]

Notices Biographiques et [...]sur les Jésuites [...], Shanghai 1932 [...], blieben weitgehend unbekannt!

First complete translation of the Daode jing - into Latin - handschriftlich / [father] François Noël (1651-1729) - brought to France (?!) - nach Bericht des Paters Antoine Gaubil (1689-1759) Histoire des T'ang: "Le livre appelé Tao-té-king passe pour avoir été composé par Lao-kiun. P. Noel l'a traduit, la traduction fut en son temps envoyée en France" → "Abrégé de l'Histoire chinoise de la grand Dynastie T'ang écrit de 1753", in: Mémoires ... concernat les Chinois XV, Paris: 1791, p. 480 [zit. nach Louis Pfister, Notices biographiques et bibliographies sur les Jésuites de l'anciennes mission de Chine (1752-1773); Chang-hai 1932-34, p. 418 ff.; [auch: Joseph Needham, Science and Civilisation II, p. 163]

1721

Christian Wolff

"Oratio de Sinarum philosophia practica." (Rede über die praktische Philosophie der Chinesen. Hamburg: Meiner, 1985); seine Antrittsvorlesung über die Überlegenheit der chinesischen Morallehre, die ihm die Verbannung aus Preußen einbringt. Positives Bild, neue Akzente. [Wimmer]

 <1722

Jean-François Foucquet (1665-1741)

nicht beweisbar:  Jean-François Foucquet (1665-1741): Symbolist, späterer Bischof; China 1700-1722, Daoismus-Spezialist! "Préface sur le Tao et son école." Zweite vollständige Übersetzung in Latein und Französisch / Second complete translation into Latin and French ?? . [Grasmück S. 40]

Legendenbildung:

Henri Cordier, franz. Sinologe: "Il a été vendu parmi les livres de Klaproth (Cat., 2e partie, Nr. 28) un exemplaire interfolie du Tao-te-king contenant un commentaire et une traduction en latin et français de la main du P. Foucquet. (Vendu 100 fr., Moore). Le P. Foucquet a joint des remarques et quelques explications enlatin et en français à d'autres ms. de cette bibliothèque (no. 26 +) relatifs aux systèmes religieux et philosophiques de la Chine." [Bibliotheca Sinica I (repr. der Ausgabe Paris 1904, Hildesheim 1971) col. 1069; cf. "Notice sur le P. Foucquet", Vorwort zu Prémare, Vestiges des principaux dogmes chrétiens, p. 16]

Übernommen von Louis Pfister: [Notices biographiques, p. 553] "Tao-té king ping chou, "Le livre de la raison et de la vertue, revu et commenté", exemplaire interfolié, contentant un commentaire et une traduction en ltatin et en français de la main dur P. Foucquet, 2 vol. in-40, MS. (Klaproth, Catalog., t. II, p. 9. - Cordier, Biblioth. p. 1069.)".

Akzeptiert von Joseph Needham: Science and Civilisation in China II (Cambridge 1956, repr. 1980) p. 163 und Anmerkung b.

→ Hegel ("Die Hauptschrift des Lao-tse besitzen wir noch und in Wien ist sie übersetzt worden; ich habe sie selbst da gesehen. Wir haben auch Auszüge daraus von Jesuiten. Die Schrift ist fast ganz übersetzt. Eine Hauptstelle daraus ist sehr häufig übersetzt worden. Es ist der anfang des ersten Buches." [Sämtliche Werke. Kritische Ausgabe. Band XVa: Vorlesungen über die Geschichte der Philosophie. Eileitung; System und Geschichte der Philosophie (Leipzig 1940) p. 282. - gemeint hatte Hegel wohl das Manuskript in der Wiener Nationalbibliothek "Cod. 64189, ff.1 - 9r.".

In der Bibliothèque Nationale in Paris laut Witek nicht belegbar  - wohl nur handschriftliche Kopie des Daodejing pingzhu für Foucquet in Chinesisch, nun in London [Foucquet, pp. 216-218]

1734

Gottsched

"Erste Gründe der gesammten [sic] Weltweisheit etc."

1738

Alexandre de la Charme

Shih ching (The book of Odes) Alexandre de la Charme’s Latin translation (other early sinologists: John F. Davis, Peter Perring Thoms etc.)

~1721-29

<1740

Jean-François Noëlas (30.5.1669 Clermont-Ferrand-11.7.1740 Macau)

"The Unkown Portuguese"~1750

Antoine Gaubil (1689-1759) 1729

Jean J. de Grammont ~1777-81
Matthew Raper ~1785-88
Royal Society / India Office
British Library 1788

Höchst wahrscheinlich erster Übersetzer des Daodejing! [John Witek];

Claudia von Collani, 2008, p. 33 in: Uroffenbarung und Daoismus. Jesuitische Missionshermeneutik des Daoismus. Bd. 1 der Reihe Daodejing-Forschungen [Series Daodejing research]. Einl. v. Collani, Claudia von / Holz, Harald / Wegmann, Konrad. Aus d. Chin. v. Wegmann, Konrad. Aus d. Lat. v. Collani, Claudia von / Holz, Harald. Berlin, Bochum, London, Paris: Europ. Univ. Press (Europäischer Universitätsverlag), 2008, 145 S.]

 

1684 Jesuit. Mit Jean-Placide Hervieu SJ über Indien nach China (1701); 1702 4. Jesuiten-Gelübde bei Foucquet; 1724 mit anderen Missionaren von Yongzheng nach Canton ausgewiesen; 1732-1740 Macau.

Zweibändige Handschrift, laut Sinologe Julius Klaproth in der Nationalbibliothek in Paris [Beckmann, 1970, S. 8]

Erstmals erwähnt: Antonio Montucci (1762-1829; autodidaktischer Sinologe) ca. 1800 [später von Legge (1815-1897)]: "J'ai vu de mes propes yeux la version verbale de ce livre à la bibliothèque de la Société Royale à Londres, et le Missionaire traducteur assure, que c'est de tout les Kim celui dont on puisse mieux tirer parti pour convertir les Chinois au Christianisme." [Remarques philologiques sur les voyages en Chine de M. de Guignes ... (Berlin 1809) p. 64; Hartmut Walravens, Antonio Montucci (1762-1829). Lektor der italienischen Sprache, Jurist und gelehrter Sinologe * Joseph Hager (1757-1819). Orientalist und Chinakundiger (Berlin 1992) pp. 1-6.]

 

„Textus quidam es antiquissimus libro Tao Te Kim excerpti quibus probatur Ssmae Trinitatis mysterium Sinicae genti olim notum fuisse“; BNC, FG 1256/44

(Third?) Latin translation:

Liber Sinicus Tao Te Kim inscriptus, in Latinum idioma Versus. Textus undecim ex libro Tao Te Kim excerpti, quibus probatur Sanctissimæ Trinitatis, et Dei incarnati mysteria Sinicæ genti olim nota fuisse. De SS. Trinitate. ["Tao Te Kim - ein chinesischer Text, in die lateinische Sprache übersetzt. Elf Kapitel, aus dem Buche Daodejing, durch welche bewiesen wird, daß die Geheimnisse der Allerheiligsten Dreieinigkeit und des menschgewordenen {Sohnes} Gottes dem chinesischen Volk einst bekannt gewesen sind. Über die Allerheiligste Dreieinigkeit."]

§ 1 "Ratio quae potest ratiocinando comprehendi, non est aeterna Ratio" [nebst chinesischem Text und Umschreibung und einem ausführlichen Kommentar; die anderen § kürzer.]

Erster Hinweis von Antoine Gaubil (1689-1759), Jesuit in Peking, Brief 10.10.1729 ("Tous les livres de cette secte (de Tao) furent brulés dans le 13.e siècle, et le Tao te Kim livre très fameux, fut le seul épargné à cause de son antiquité. Ce livre est fort extraordinaire et trè difficile, on dit que le P. Noelas l'a voulu déchiffrer, mais je doute qu'on détermine quelques chose de bien sur sur cela; dans dautres temps que ceux-ci, on pourroit peut-etre le faire, mais le temps est plus utilement employé à d'autres choses qu'on a entrepris pour reveler notre mission..."  [Brief Gaubils an einen unbekannten Adresssaten, 10. Oktober 1729, Correspendance de Pékin, p. 233]

Noëlas traf 1721 Foucquet in Canton (quasi als seinen Lehrer), diskutierte den Daoismus mit ihm, sandte 1730 seine Essais (über Trinität und Inkarnation) nach Rom bzw. and Foucquet 1731; 1735 hatte Foucquet bereits einen Teil der Übersetzung des Daodejing erhalten (an Joseph de Seytres, Marquis de Caumont (1688-1745) geschrieben, der zweite Teil ging an P. Raymond Déjean SJ nach Montpellier. [Witek, Foucquet, p. 219].

 

- reached London in 1788 as a present to the Royal Society from Matthew Raper (Chief of Council of the East India Company's establishment at Canton; 1777 - 1781). ["ratio"] - (Generally Confucianism respected as a rationalistic philosophy, Daoism mostly neglected.), - "Raper, in turn, acquired it from the Jesuit missionary Joseph de Grammont (1736-1808/1812?; SJ bis 1773), who was at Canton from 1785 to 1790. The work of this anonymous Portuguese is far more than a translation. It is a detailed attempt, founded upon the early 17th-century edition of the Tao-te Ching called "Lao Tzu I" ('Wings of Lao Tzu'), to interpret the book in terms of Western mysticism." © Terry Gillmore, 1997, 1998, 1999 http://poetrystore.com/a_poison_tree.html

see "Blake the Taoist" [... the acquisition ... by the Royal Society was prominently announced in Philosophical Transactions, the journal in which the Society published its proceedings.]
 

Pater Jean J. de Grammont, Ex-Jesuit in Peking, gab zwischen 1785 und 1790 (1788?!) den Text an den Seidenhändler der East India Company (und Gelehrten!*) Matthew Raper jun. (1742-1826). [de Grammont = nicht Autor, nicht 1788!]

heutiger Standort: British Library, Sammlung "India Office Library (IOL)".

*Matthew Raper publizierte im Organ der Royal Society Philosophical Transactions (51,52,53,54,61,62) Artikel über Astronomie, römische Münzen etc. ...

 

"and there exists now in the India Office a translation of the Tâo Teh King in latin, which was brought to England by a Mr. Matthew Raper, and presented by him to the Royal Society, of which he was a Fellow, on January 10th 1788. The manuscript is in excellent perservation, but we do not know by whom the version was made. It was presented, as stated in the Introduction, p. 12, to Mr. Raper by P. de Grammont, 'Missionarius Apostolicus, ex-Jesuita.' The chief object of the translators was to show that the 'Mysteries of the Most Holy Trinity and of the Incarnate God were anciently known by the Chinese nation.' The version as a whole is of little value. The reader will find, on pp. 115, 116, its explanation of Lâo's seventy-second chapter; - the first morsel of it that has appeared in print." [James Legge (translator), The Sacred Books of China. The Texts of Taoism. Part V: The Tao The King. The Writings of Kwang-Eze, ed. by F. Max Mülller. Books LXVII (London 1891, Delhi 1996) pp. xiif.).] Abwertung Legges wegen der Übersetzung durch einen Theologen (und Figuristen!) ...

 

 ~1775

Aloys Ko SJ (1732- >1795), Etienne Yang SJ (1733- >1798) & Pierre-Martial Cibot SJ (1727-1780)

nicht beweisbar: (Vierte?!) Übersetzung des Laozi / Translation of Laozi ?? Pierre-Martial Cibot: "Essai sur l'antiquité des Chinois" in: Mémoires concernant les Chinois, Paris: 1766 [Dehergne: "Une grande collecion ...", p. 270] "& le Tao-te-king dont nous n'avons voulu parler, parce que nous y voyons autre chose que la Doctrine des Tao-sée, comme on peut s'en convaincre dans la traduction que nous avons envoyée ..." [Mémoires concernant les Chinois I, Paris: 1776, p. 54, cf. Pfister, Notices biographiques..., pp. 893 f. - Laut Dehergne (Répertoire p. 134) Aloys Kao oder Ko.

1761

Thomas Percy

Geistlicher; erster zeitgenössischer chinesischer (Trivial-)Roman in Europa, von Percy übersetzt; deutsche Übersetzung davon auch von Goethe gelesen (und irrtümlich für typisch gehalten).    [Elpenor (Fragment) 1781-3]

1783

Karl Si[e[gmund Freiherr von Seckendorf  (1744-1785)

"Das Rad des Schicksals oder die Geschichte "Thoangesi's" [Fragment] - Zu seiner Zeit einziger Roman, der dem Daoismus (Laozi und Zhuangzi!) gewidmet ist. (in zwei Bänden 1783 in Dessau 1794 + Wienbrack, Leipzig 1794[Walf]

<1774

Ludwig August Unzer (1748-1774) Elegie (über den tragischen Liebestod des Kaisers Hàn Wǔdì) mit Daoismus (allerdings nur als Zauberei und Alchemie); von Goethe u. a. vernichtend kritisiert.

<1786

Friedrich der Große (1712-1786) Fingierter Reisebericht eines Abgesandten an den Kaiser in Peking, der als Kritik am Papsttum die religiöse Toleranz Chinas aufzeigt! An seinem Hofe auch 1773 Abbé Corneille de Pauw "Recherches philosophiques sur les Egyptiens et les Chinois".

<1793

Pierre-Martial Cibot (1727-1780) & Jean Joseph Amiot (1718-1793) Mémoires concernant les Chinois (1776-1814)

1787

Johann Gottfried Herder

"Sina" in: "Ideen zur Geschichte der Menschheit"

~

Friedrich Wilhelm Joseph von Schelling (1775-1854)

"Im Abschnitt „China“ seiner Philosophie der Mythologie [7] (II, 24. Vorl..) findet sich dann auch eine Erläuterung der chinesischen Dao- Lehre und des Dao. Obwohl von Schelling wenige Originaltexte in Übersetzung zur Verfügung standen, hat er doch in kaum zu übertreffender Weise das Wesen des Dao erspürt und zu beschreiben versucht. Durch ihn beeinflußt und auf Grund der sich allmählich verbessernden Lage hinsichtlich der Textübersetzungen verstärkte sich im letzten Drittel des 19. Jahrhunderts das Interesse vieler Philosophen, Literaten und auch von Theologen verschiedener christlicher Konfessionen für den Daoismus." [Walf] [7]

~

Pierre Sonnerat

... :hatte im Auftrag Ludwigs XVI. eine Reise nach China unternommen, die ausschließlich unter dem Gesichtspunkt der Gewinnung neuer Märkte stand. Seinen Bericht, der 1783 auch in Zürich [5] unter dem Titel Reise nach Ostindien und China vom Jahre 1774 bis 1781 erschien, haben nachweislich z.B. I. Kant und J. W. Goethe gelesen. "Reise nach Ostindien und China in den Jahren 1774-1781". Zürich: 1783.

~

Voltaire

Voltaire: "Geschichte der Völker" In: Hartmann, C. H. F. (Hg.): Voltaires und Rousseaus auserlesene Werke, Bd. 33 Leipzig: 1828, S. 17f

~

Montesquieu

Montesquieu: "Der Geist der Gesetze" Tübingen: Laupp, 1951. Bd. 1, S. 427; Bd. I, S. 427; 428

1796

Georg Christoph Lichtenberg,

China-Kritik  (Kenntnis nur des Konfuzianismus!) "Von den Kriegs- und Fast-Schulen der Schinesen, neben einigen andern Neuigkeiten von daher".

<1797

Bì Yuán (1730-1797) Bedeutender Philologe über Dàodéjīng 道德經

????

G. W. F. Hegel * 27.08.1770, Stuttgart † 14.11.1831, Berlin.
"Wiener Übersetzung"
(?)
 

"Von Lao-Tsö selbst sagen seine Anhänger, er sei Buddha, der als Mensch immerfort existierende Gott geworden. Die Hauptschrift von ihm haben wir noch, und in Wien ist sie übersetzt worden; ich habe sie selbst da gesehen. Eine Hauptstelle ist besonders häufig ausgezogen: >>Ohne Namen ist Tao das Princip des Himmels und der Erde; mit dem Namen ist es die Mutter des Universums (aller Dinge). [...] Das Höchste, das Letzte, das Ursprüngliche, das Erste, der Ursprung aller Dinge ist das Nichts, das Leere, das ganz Unbestimmte (das abstrakte Allgemeine); es wird auch Tao [...] genannt."" ("Vorlesungen über die Geschichte der Philosophie" S. 117 bzw. Berlin 1833, Bd. 1, S. 143 f, zit. n. Chang Chung-yuan (1963), deutsch, 1981²  S. 7  )

 1800

 

 

1804-08

William Blake

The long prophetic poem "Milton" - "...a Taoist!" (Chinese poet Hsu Chih-mo)

[1816]

1823/24



Jean-Pierre Abel Rémusat

Le Livre des Récompenses et des peines, ouvrage taoïste traduit du chinois avec des notes et des éclaircissements. A.-A. Renouard, Paris 1816. ( (Les Joyaux de l‘Orient, tome III), Librairie Orientaliste Paul Geuthner, 1939²)
erster europ. Prof. für Sinologie am Collège de France
; "Mémoire sur la vie et les ouvrages de Lao-Tseu, philosophe Chinois du VI. siècle avant notre ère, qui a professè les opinions communément attribuées à Pythagore, à Platon et à leurs disciples. " (= 'Memoir on the Life and Opinions of Lâo-Tseu, a Chinese Philosopher of the sixth century before our era, who professed the opinions commonly attributed to Pythagoras, to Plato, and to their disciples.')
- (Vortrag vom 15 Juni 1823, veröffentlicht in den Denkschriften der französischen Akademie VII 1824. Neu abgedruckt in Rémusat's Mèlanges asiatiques, Sèrie I.)
[11] [Walf] (P.VII des Mémoires de l'Académie des inscriptions et belles lettres), Imprimerie royale, Paris 1823 ?!
Erste Teilübersetzung von vier einzelnen Kapiteln des Tao Te King in eine westliche Sprache. "Es ist nicht leicht zu verstehen, weil die Dunkelheit der Gegenstände sich in ihm mit einer gewissen altertümlichen Kürze, mit einer Undeutlichkeit verbindet, die mitunter soweit geht, daß sein Stil rätselhaft wird; ohnehin haben wir keinen guten Kommentar, der eine Erklärung des Sinnes gibt, in welchem der Verfasser die Ausdrücke gebraucht, wo er vom gebräuchlichen Sinne abweicht.
["dao" as "lógos"]
"Rèmusat's "Extrait d'un memoire sur Lao Tseu," as an example of the significant, brief articles contained in the learned periodicals of comparative literature and the publications of the Oriental Societies of that time, and points out that this article dealt with the parallels of Taoism, Plato, and Pythagoras."
[Arthur Christy]
 ["dao" as "lógos"] bei Rémusat in der dreifachen Bedeutung als souverain Etre, raison und parole.
J. Grill berichtet, Rémusat habe jedoch von einer Übersetzung des ganzen Daodejing Abstand genommen „wegen der mit der ‚altertümlichen Kürze‘ verbundenen Dunkelheit der Gegenstände und in Ermangelung eines guten Kommentars“. [13] [Walf]
     Erste Teilübersetzung von vier einzelnen Kapiteln des Tao Te King in eine westliche Sprache. "Es ist nicht leicht zu verstehen, weil die Dunkelheit der Gegenstände sich in ihm mit einer gewissen altertümlichen Kürze, mit einer Undeutlichkeit verbindet, die mitunter soweit geht, daß sein Stil rätselhaft wird; ohnehin haben wir keinen guten Kommentar, der eine Erklärung des Sinnes gibt, in welchem der Verfasser die Ausdrücke gebraucht, wo er vom gebräuchlichen Sinne abweicht."

1837-38

Jean Pierre Guillaume Pauthier

Le Taò-té-King, ou le Livre révéré de la Raison suprême et de la Vertu, par Lao-tseu; traduit en français et publié pour la première fois en Europe, avec une version latine et le texte chinois en regard; accompagé du Commentaire complet de Sie-hoeï, d'origine occidentale, et des notes tirées de divers autres Commentateurs chinois. Paris, Didot 1837/1838 Übersetzung der 1.-9. Kapitels. Pauthier entwickelte außerdem ein erstes westliches Druckverfahren zur Darstellung der chinesischen Schriftzeichen. ["Raison" et "Vertu"]
Pauthier's first translation from the Chinese classics was Le Ta Hio (The Great Learning,) one of The Four Books - published on October 30, 1837 (fly-leaf:) "Le Tao-te-king, ou le Livre de la Raison supreme et de Vertu, par Lao-Tseu, traduit en francias, et publie pour la premiere fois en Europe, avec one version latine et le texte chinois en regard; accompagne de Commentaire complet de Sie-Hoei, d'origine occidentale. etc.; in 8°; paraissant par livraisons." - ["The Tao Teh Ching, or the Book of Supreme Reason and Virtue, by Laotse, translated into French, and published for the first time in Europe, with a Latin version and the Chinese text for reference; accompanied with the complete commentary by Hsi Ho, its Western origin, etc.; in 8°; appears by volume."]
[37] Pauthier, Jean Pierre Gaillaume, Chine. Ou, description histo-rique, géographique et littéraire de ce vaste empire, d’après des documents chinois, Firmin Didot, Paris, 2 Teile 1837-1853.

 1840-49

(Misprint ?)

"two German translations appeared in the 1840's"

1842

Stanislas Julien

Lao-Tseu, Tao-Te-King. Le livre de la voie et de la vertu; traduit en français, et publié avec le texte chinois et un commentaire perpétuel. Imprimerie Royle, paris 1842. (Neudruck: Cercle du libre précieux, Paris 1967, und Minerva, Frankfurt/M. o.J.)
Erste vollständige (rein philologisch ausgerichtete) Übersetzung (Autor von Beruf Dolmetscher). Der chinesische Text wurde Zeile für Zeile übersetzt, die Bedeutung rein aus chinesischen Kommentaren abgeleitet. Lange Zeit das Maß der Dinge für jede weitere westliche Übersetzungsarbeit.
[vgl. auch (St. Julien) 1944: "Le doctrinal de Lao-tseu". J. Haumont, Paris 1944]

1868

John Chalmers

The speculations on metaphysics, polity, and morality of "the Old philosopher", Lau-tsze. Trübner & Co, London 1868.
Erste englische Übersetzung, an Julien angelehnt, ohne Kommentare. ["Tau" ("Reason")]
 (Rev. Dr. Chalmers, Protestant; Legge)

1870

Victor von Strauss (1809-1899)

Lao-Tse's Tao Te King. "deutsch mit Kommentar und Einleitung."
Verlag Friedrich Fleischer, Leipzig 1870; Asia Major, Leipzig 1924; Manesse, Zürich 1950, 1951, 1959 (hrsg. V. W. Y. Tonn) ["Tao"] -
Die
"klassische" deutsche Übersetzung, recht wortgetreu, immer noch eine der besten!
Neuausgabe: Lao-tse , Tao Te King ,
Aus dem Chinesischen übersetzt und kommentiert von Victor von Strauss.
Bearbeitung und Einleitung von Willy.Y. Tonn.
Manesse Verlag, Zürich 1959. 420 Seiten.

1870

Reinhold von Plaenckner
 

Lao-tse, Táo-Te-King, Der Weg Zur Tugend. F. A. Brockhaus, Leipzig 1870, 423 S. ["Tao"] incomplete - in Onkellotus.

1870

Thomas Watter Lao Tzu, a Study in Chinese Philosophy. Assistent im britischen Konsulat in Foo-Chow. Matthias Claus

1875

Helena Petrovna Hahn Blavatsky

(1831-1891) Mitbegründerin der Theosophischen Gesellschaft: herausragende Rolle in der europäischen Daoismus-Rezeption - Verbreitung durch theosophische Übersetzer, Integration taoistischer Philosophen, insbesondere des Laozi; neben Hartmann, 1897 (s. u.) viele angelsächsische und niederländische Übersetzungen des Daode jing.

1878

Urbanek Tao-Te-King, Cesta k bohn a ctnosti (tschechisch). (Tao te king: Der Weg zu Gott und zur Jugend). Franz cûpr., Prag 1878.

1878

Frant. Cupr. Vynatek ?

1879-82

Angelo Zottoli 晁德蒞, 1826-1902 Cursus litteraturae sinicae: neo-missionariis accommodatus Chang-hai,  T’ou-Se-Wei (Tushanwan) 土山灣 Press, 1879-1882.
Chinese and Latin on opposite pages. Contents: v. 1. Lingua familiaris -- v.
2. Studium classicorum -vii, 655p., - v. 3. Studium canonicorum -- v. 4. Stylus rhetoricus -- v. 5. Pars oratoria et poetica. - Leider wohl ohne Laozi?!

1884

Frederic Henry Balfour

THE TAO TE CHING. (The Principle of Nature and Its Attributes) in: Taoist Texts:  Ethical, Political, and Speculative [Shanghai and London, 1884.  (English) ["nature"].

Matthias Claus: Nr. 1: Lao-tsï's Tao-tek-king. Shanghai: Kelly and Walsh. Gestaltet seine Übersetzung nach chin. Kommentaren. Herausgeber des North China Herald in Shanghai.

1886

Herbert A. Giles The Remains of Lao Tzu. London: John Murray 

1888

Friedrich Wilhelm Noak

Taòtekking von Laòtsee. Aus dem Chinesischen von Friedr. Wilh. Noak. Carl Duncker's Verlag (C. Heymons), Berlin 1888
[
Frühe, wenig bekannte Übersetzung aus dem Chinesischen. Auch in Bibliotheken selten, wird  bei Fernleihe als Kopie versandt. Präsenzbestand: Niedersächsische  Staats- und Universitätsbibliothek Göttingen    Signatur: 8 PHIL VI, 987;
Fraglich Authentizität; eingestreute Gedichtzitate; Gottesbegriff.]

1888

Adolf Kolmadin ?
Sinologisch bedeutsam waren Georg von der Gabelentz‘ „Beiträge zur chinesischen Grammatik, die Sprache des Chuang-Tsi“, 1888 in Leipzig in den Abhandlungen der sächsischen Gesellschaft der Wissenschaften erschienen. Eine Übersetzung von Giles erfolgte 1889 und eine von Legge (zusammen mit der Übertragung des Daodejing in der von Max Müller herausgegebenen Reihe The Sacred Books of the East) im Jahre 1891. [Walf]

1888

Georg von der Gabelentz Gabelentz‘ „Beiträge zur chinesischen Grammatik, die Sprache des Chuang-Tsi“, in Leipzig in den Abhandlungen der sächsischen Gesellschaft der Wissenschaften. Übersetzung von Giles 1889 und Legge (zusammen mit der Übertragung des Daodejing in der von Max Müller herausgegebenen Reihe The Sacred Books of the East) 1891.

1889

Léon Louis Lucien Prunol de Rosny Le texte du Tao-Teh-King et son histoire. (Bibliothèque de l'École des hautes études. Sciences religieuses, Vol. 1).

1891

James Legge

The original Chinese texts of the work of Laou-tsze, the Great learning, The Doctrine of the mean. With their Japanes translations & notes by O. Shimizu & M. Hirose. Hongkong "1861" [1891?!].

1891

James Legge

The Texts of Tâoism  in: Max Muller, ed. The Sacred Books of The East, Vol. XXXIX + XL; Oxford Translation of Lao Tzu and Chuang Tzu. London: Clarendon Press, Oxford, 1891 / Humphrey Milford, 1891 (reprinted as The Texts of Taoism. N. Y.: Julian Press, 1959; New York: Dover) [The Texts of Taoism. 2 vols.1962 (1891). ["Tao"]
[Tao Te King] Oxford University Press, London 1891. (Sacred Books of the East, Vol. XXXIX); Parke, Austin and Lipscomb, New York - London 1917.

1891

Charles Joseph de Harlez de Deulin
(1832-1899)

Textes Tâoïstes, graduit des originaux chinois et commentès. Annales du Musèe Giumet XX. Paris.  Verwendet für seine Arbeit zum ersten Mal den Kommentar des Wang Bi. [b. at Liège, 21 August, 1832; d. at Louvain, 14 July, 1899.]  (Belgier; Translation in French)

1893

Konissi [Konishi]

Japaner - russische Übersetzung - siehe 1895!

1894

Ma Kou + Marc de Smedt Tao Te King - Le livre de la voie et de la vertu. (Spiritualités vivantes, 43) Albin Michel, Paris 1894.

1894

Salvador Masot [Tao-te-King]. (spanisch). Manila 1894.

1894

Matgioi = Albert de Pouvourville L'Esprit des Races jaunes. Le Tao de Laotseu. Traduit du chinois par Matgioi (Albert de Pouvourville), Paris 1894.

1894

/

(1904)

Walter Gorn-Old  (1864 – 1929)
The Book of the Path of Virtue, or a Version of the Tao The King of lao-tsze. Theosophical Publishing Society, Madras 1894.
The Book Of The Simple Way Of Laotze. The Contemporary of Confucius, China, 604 BC. (1904). Walter Gorn Old.
A new translation from the text of the Tao Teh King with introduction and commentary.
x + 186 pp. $13.50 US.
["Tao"] Generalsekretär der Londoner Sektion der Theosophischen Gesellschaft [Pseudonym: "Sepharial"]
March 30, 1864,  Handsworth, England - December 23, 1929, in Hove, England.  (Dr. Walter Gorn-Old) British journalist and writer of occult and astrological works, a leader in astrological thought for 30 years. He studied the occult from the time he was 16 and later joined the Theosophical movement in 1889. He worked with the society and lived with Madame Blavatsky until her death.

1895

D. P. Konishi

Lao-si, Tao-te king. (russisch). In: Woprosy filos. i psychol., Moskau 1895.

Matthias Claus: "Im Auftrag der Redaktion der russischen Zeitschrift ("Philosophische und psychologische Fragen"), S. 380-408, erstellte Übersetzung.  Der Japaner Konishi fertigte eine russische Übersetzung, in der er die Überzeugung vertrat, daß das TaoTeKing nur eine Sammlung zusammenhangloser Aphorismen des Laotse darstelle."

1895

George Gardiner Alexander

Lâo-tsze: The Great Thinker with A Translation of His Thoughts on the Nature and Manifestation of God. London: Kegan Paul, Trench, Trübner & Co. ["God"]

1897

Henri Borel De Chineesche filosofie - 2. Lao Tsz'. ) (niederländisch).  P. N. van Kampen, Amsterdam 1897, 1905²
(Im zweiten Band von: De chineesche filosofie toegelicht voor niet-sinologen).

1897 /
1900

Franz Hartmann
(1832-1912)

Theosophie in China. Betrachtungen über das Tao-Teh-King. (Der Weg, die Wahrheit und das Licht). Aus dem Chinesischen des Lao-tze übersetzt von Dr. Franz Hartmann. Verlag Wilhelm Friedrich, Leipzig 1897 [ später: Theosophisches Verlagshaus Dr. Hugo Vollrath, Berlin / Leipzig ] (vgl. Walf, 1999, S. 126) ["Tao", "Pfad"]
Tao-Teh-King - Der Weg, die Wahrheit und das Licht. Wilhelm Friedrich, Leipzig 1900 [Esoterische Schriften nr. IX]
[Matthias Claus: "
Geboren in Bayern, studiert Hartmann nach Absolvierung des Militärdienstes Medizin und Physik und emigriert 1865 nach Amerika. Dort reist er als Arzt über Land und interessierte sich für die religiösen Gebräuche der Indianer. 1882 tritt er in New Orleans der Theosophical Society bei, steigt zu deren Vorstandsmitglied auf und verbringt die Jahre 1883-85 im Hauptquartier in Adyar, Indien. Interne Differenzen führen aber schon nach kurzer Zeit zur Trennung von der Theosophischen Gesellschaft und zur Rückkehr nach Bayern. Er eröffnet in der Nähe von Salzburg ein Sanatorium für Lungenkrankheiten und tritt nach kurzer Zeit der dortigen Theosophischen Gesellschaft bei. Um die Jahrhundertwende wird er einer der leitenden Persönlichkeiten des europäischen Okkultismus."]
[Gottesbegriff, theosophische Tradition, fragliche Qualifikation, ohne weitere Anmerkungen oder Erläuterungen, Vor- oder Nachwort!]

1898

Paul Carus

Lao-Tze's Tao-The-King - The Canon of Reason and Virtue. Paperback, Open Court, La Salle. III. -
Lao-tze's Tao-teh-king: Chinese and English with Introduction, Transliteration and Notes.
Chicago: Open Court Publications 1898, 1913, 1927, 1937, 1945, 1973; K. Paul, Trench, Trübner, London 1903, 1954. ["Reason" and "Virtue"] [auch Wort-für-Wort-Übertragung ins Englische. Zeigt Parallelen in Platon, Kant, Spinoza.] Chines. Originaltext; gereimte Übersetzung!

1898

P. J. Maclagan [Tao Te King] in: China Review, XXIII 1898. An Legge angelehnt.

1899

Thos. W. Kingsmill The Tao the king literally translated with notes. ( In: Shanghai Mercury, The China Review 24 (1899), 149-155 und 185-194.) Shanghai 1899 "Prepared for the Royal Asiatic Society"

 1900

 

 

1900

Erwin von Zach (1872-1942) ?

1902
1903

Alexander Ular
(9.6.1876-?)

"Le Livre des la voie et de la ligne droite". Éditions des la revue blanche, Paris 1902.
Die Bahn und der rechte Weg des Lao-Tse. [Interpretative Übersetzung ("nachgedacht")] Insel-Verlag, Leipzig.  107 S. 1903, 1912, 1917, 1919, 1921, 1923; Insel, Frankfurt/M. 1977 (Insel-Bücherei Nr. 991) ["Die Bahn" und "der rechte Weg"]
[Geb. in Bremen, Wahlfranzose, auch die deutsche Fassung von Ular selbst!
Matthias
Claus kann ich nur zustimmen, dass das Nachwort die einzig verständliche Leistung darstellt (!), die deutsche Fassung ist auch zu verkürzt. - H.K.]
incomplete - in Onkellotus.

1903

Rudolf Dvorak [Dvorac]

Lao-tsï und seine Lehre. (in: Darstellungen aus dem Gebiete der nichtchristlichen Religionsgeschichte. XV. Band. China's Religionen. Zweiter Teil.) Verlag der Aschendorffschen Buchhandlung, Münster i. W. 1903
1) das Tao an sich; 2) seine Erscheinung als Tek; 3) die Kosmogonie mit Himmel/Erde, Geister und Mensch; 4) der Weise und die Gesellschaftsethik; 5) der Herrscher.
2. Teil von Chinas Religionen über „Lao-tse und seine Lehre“ (1903).

(Professor der orientalischen Philologie an der k. k. böhmischen Universität in Prag)
[Matthias Claus: "Eine undogmatische, ausgewogene und fachlich und sachlich sehr interessante Arbeit. Ein deutschsprachiges Werk, das aber trotzdem kaum Beachtung gefunden hat, vielleicht deshalb, weil die übliche fortlaufende Darstellung in 81 Kapiteln nicht geboten wird. Dvorák gliedert seine Darlegung in die Abschnitte: 1) das Tao an sich; 2) seine Erscheinung als Tek; 3) die Kosmogonie mit Himmel/Erde, Geister und Mensch; 4) der Weise und die Gesellschaftsethik; 5) der Herrscher. Lesenswert."]

1903

I. W. Heysinger

The light of China; the Tâo teh king of Lâo Tsze. Research Pub. Co., Philadelphia 1903.
[An accurate metrical rendering, translated directly from the Chinese text, and critically compared with the standard translations, the ancient and modern Chinese commentaries and all accessible authorities. With a preface, analytical index, and full list of of important words, and their radical significations. (04/2003 ISBN 0766149099 = 100 ys.)] ["Way"]
(auch: Hersinger, T. W.)

1903

E. H. Parker

Studies in Chinese Religion London : Chapman and Hall, (1910 xi, 308 S., 14 ills. Original Studies from which a summary was made and a popular work published in 1905 called "China and Religion", incl. index)  ["Providence" and "Grace"]
Tao te king (Studies in Chinese Religion) Dublin 1903/04 (in; The Dublin Review) E. P. Dutton, New York; Champan and Hall, London 1903, 1910.

1904

Lionel Giles + Ch'u Ta-Kao

The Sayings of Lao Tzu.  J. Murray, London - New York 1904, 1905, 1906, 1909, 1911, 1917, 1926, 1931, 1937, 1945, 1950, 1972; Dutton, New York 1908, 1909, 1919, 1911. ["Tao"]

1905

C. Spurgeon Medhurst

The Tao-teh-king. A short study in comparative Religion. Theosophical Publishing House, Wheaton, IL 1905; Theosophical Society, Chicago 1905. ["Tao"] 1972; incomplete - in Onkellotus.

1905

G. Evans

?

1905

Anonymus Il libro della via e della virtù. Luce e ombra (Fratelli Lanzani), Milano 1905.

<1906

Herman Schell (1850-1906)

einer der bedeutendsten katholischen Theologen des 19. Jahrhunderts: "Unter allen Schriften, in welchen die religiöse Forschung der Menschheit außerhalb des Kreises der alttestamentlichen und neutestamentlichen Inspiration ihre mühsam errungenen Ergebnisse niedergelegt und der Zukunft als Vermächtnisse überliefert hat, wird wohl kaum eine zu finden sein, welche dem Büchlein Laotse's den Primat streitig machen dürfte". [8] [Walf] (sowie Nachwort zu Knospe + Brändli)

1906

Daisetz Teitaro Suzuki Tao te king] T'ai shang kan-ying p'ien: treatise of the Exalted one on response and retribution; translated from the Chinese by Teitaro Suzuki and Dr. Paul Carus. Open Court, La Salle, Chicago Ill.; K. Paul, Trench, Trübner, London 1906.

1907

Iván Stojits [Tao Te King] (ungarisch)

1908

Silva Mendes

?

1908

Gustav Mahler

Lied von der Erde, worin sich „bis ans Unkenntliche verfremdete Nachdichtungen von maßgeblich daoistisch (bzw. zen-buddhistisch) orientierten chinesischen Poeten - Li Bai, Wang Wei, Meng Haoran [15] Pohl, Karl-Heinz, „Spielzeug des Zeitgeistes. Zwischen Anverwandlung und Verwurstung - Kritische Bestandsaufnahme der Daoismus-Rezeption im Westen“, in: Josef Thesing/Thomas Awe (Hrsg.), Dao in China und im Westen. Impulse für die moderne Gesellschaft aus der chinesischen Philosophie, Bonn 1999, S. 28. [Walf]

1908

Joseph Kohler
(9.3.1849-3.8.1919)

Des Morgenlandes grösste Weisheit. Laotse: Tao Te King. Verlag von Dr. Walther Rothschild. Berlin (-Wilmersdorf) und Leipzig.  [in Versform] In fünfhundert handschriftlich numerierten Exemplaren. 93 Seiten
[Matthias Claus: "
Geboren in Offenburg; studiert Rechtswissenschaft in Freiburg und Heidelberg, wird Richter in Mannheim. ... "Das deutsche Patentrecht"... 1888 Professur für Rechtswissenschaften in Berlin. ... in den folgenden Jahren zu rund 2.500 (!) juristische Schriften ("Shakespeare vor dem Forum der Jurisprudenz"; "Zur Lehre von der Blutrache"; "Chinesisches Strafrecht"; "Altindisches Prozessrecht"; "Das Negerrecht"; "Ideale im Recht"). Außerdem ... ästhetische Schriften: "Aus dem Land der Kunst"; "Zur Charakteristik Richard Wagners"; "Feuermythus"; "Liebestod"; "Der Ursprung der Melusinensage". ...
Kohler stellt Laotse in engen Bezug zur indischen Philosophie des Vedanta ...: "In der Tat ist es nur das philosophische Studium, welches uns ermöglichen kann, tiefer einzudringen, und insbesondere das Studium des Vedanta; denn wenn auch Laotse, in Bezug auf die Lebensweisheit, Ideen hat, welche den Stoizismus verwandt sind, so ist seine Metaphysik und Weltanschauung doch durchaus die des Vedanta." Er geht von einer Übernahme indischer Inhalte aus und hält das Gedankengut des Tao Te King nicht für ein originär chinesisches Werk. Dies geht so weit, daß er den Begriff des TAO mit dem indischen  ATMAN als "Weltvernunft" übersetzt. ... zum Teil gereimt und für heutige Verhältnisse schwer lesbar. ... klar ist, daß er vom Chinesischen keine Ahnung hatte. Es wäre in der Tat zu schön, wenn man chinesische Texte einfach Wort für Wort aus dem Lexikon übersetzen könnte."]

1909

Ernst Møller Lao Tzu, Tao teh ching. (Oldmester og hans Bog) V. Pio, Købenshavn, 1909

1909

Jules Besse (Lao-tseu). E. Leroux, Paris 1909, 163 S.

~1910

Franz Kafka (1883 - 1924)

Hartmut Binder erwähnt in seinem Kafka Handbuch, einem Standardwerk, lediglich den Einfluß chinesischer Lyrik und Märchen auf Kafka. [16] Am ehesten bekannt ist wohl in diesem Zusammenhang Kafkas Erzählung „Beim Bau der Chinesischen Mauer“. Walter Benjamin war wie vor ihm schon Johannes Urzidil [17] der Ansicht, das 80. Kapitel des Laozi habe Kafka sehr beeindruckt und letztlich in der Erzählung „Das nächste Dorf“ ein Echo gefunden: "Beim Bau der chinesischen Mauer. Ungedruckte Erzählungen und Prosa aus dem Nachlaß. Hg. von Max Brod. Potsdam (Gustav Kiepenheuer) 1931" http://www.loesungsbuch.de/p/referate/02/6203.htm  [Walf]
[16] Binder, Hartmut, Kafka-Handbuch, Stuttgart 1979, 1, S. 319f. Vgl. auch: Jianming Zhou, „Zur Tao- Rezeption bei Kafka“, in: Wirkendes Wort 42 (1992) H. 2, S. 240-252; Adrian Hsia (Ed.), Kafka and China (Euro-Sinica, 7), Bern/Berlin u.a. 1996; Rolf J. Goebel, Constructing China: Kafka‘s Orientalist discourse, Camden House, Columbia/SC 1997.
[17] Binder II, S. 321.

1910

Martin Buber

erste deutsche Zhuangzi-Übersetzung (?!) - basierend auf Legge. - Mit Nachwort "Die Lehre des Tao" In: Werke, Band 1, Schriften zur Philosophie, Kösel, München - Lambert Schneider, Heidelberg 162 (auch in: Hsia, Adrian, 1985 Teil IV S. 282-318]
Tschuang-Tse. Reden und Gleichnisse.
 
Mit einem ausführlichen Nachwort über die Lehre vom Tao. Insel, Leipzig 1910, 1912, 1918, 1920, 1921, 1922; Manesse, Zürich 1951; Insel, Frankfurt/M. 1976 (Insel TB 205)

1910

Julius Grill
(?-1930)
[Dr. der Theologie und der Philosophie, ord. Professor für Altes Testament an der Evangelisch-Theologischen Fakultät in Tübingen.]

Lao-tszes Buch vom höchsten Wesen und vom höchsten Gut. Verlag von J. C. B. Mohr (Paul Siebeck), Tübingen. ["Höchstes Wesen" und "Höchstes Gut"] - Intensiver Vergleich mit Jesus! 81 Parallelstellen zwischen Daode jing und Neuem Testament (vorwiegend Johannes-Evangelium, ohnehin Spezialgebiet Grills) "geistige Verwandtschaft zwischen Laozi und Jesus". (Vorbehalte der Kirche, vgl. Walf, 1989, S. 13).
"Es könnte sein, daß, weil er in seiner Zeit nicht ganz verstanden worden ist, seine Zeit überhaupt erst im Kommen ist; daß er nicht ein Mann und ein Name der Vergangenheit ist, sondern eine Kraft der Gegenwart und Zukunft. Er ist moderner als die Modernen und lebendiger als viele Lebende." [40] Grill, Julius, X. Grill adaptierte hierbei eine Wertung von C. Neumann über Rembrandt zu dessen 300. Geburtstag 1906. (Ullstein TB 35156). [Walf]
"Wie die Einleitung und das Verzeichnis der neutestamentlichen Parallelen im Anhang ... zeigen wird, stoßen wir bei Lao-Tsze auf die merkwürdigste Vorausnahme der ethischen Grundgedanken Jesu. ... Mag man aber auf dieser oder jener Seite urteilen, wie man will, Tatsache ist es, daß zur Zusammenstellung von Lao-tsze und Jesus eine ganz eigenartige Verwandtschaft der beiden Männer berechtigt, eine in ihrer gleichartigen Gemütslage begründeten wundersamen Übereinstimmung des philosophischen Geistes im einen mit dem religiösen im andern." (Aus dem Vorwort)

1910
(1911)

1921?

Richard Wilhelm
(1873-1930)

Laotse, Tao Te King - Das Buch des Alten vom Sinn und Leben. Eugen Diederichs Verlag, Jena 1911 [1910 ?] [Aus dem Chinesischen verdeutscht und erläutert von Richard Wilhelm. Laotse 5.-9.Tsd. 6 Bl., XXXII, 118, (2) S., mit illustriertem Doppeltitel, chinesischem Orginaltitel u. einer doppelblattgr. Zeichnung,. (Die Religion und Philosophie Chinas. Aus den Originalurkunden übersetzt und herausgegeben von Richard Wilhelm-Tsingtau. Reihe III. Taoismus und Sekten / Bd. 7). Titel und Umschlagzeichnung von Ernst Schneidler.  Jena, Eugen Diederichs 1919] 1915, 1919, 1921, 1923; Eugen Diederichs, Düsseldorf - Köln 1952, 1957, 1978; H. Huber, Bern 1958 (Vorwort von Jean Gebser) ["SINN" und "LEBEN"] (Medicis, Paris 1974).
English by H. G. Ostwald  (1985) "the Marco Polo of Chinese spirituality" (vgl.
® 1985: Richard Wilhelm + H. G: Oswald)
Neuausgabe: Laotse, TAO TE KING , Das Buch vom Sinn und Leben , Übersetzt und mit einem Kommentar von Richard Wilhelm, erweiterte Neuausgabe, Eugen Diederichs Verlag, München 1978

[Ich schließe mich hier 100%ig Matthias Claus an: " Die bis heute in Deutschland bekannteste Übersetzungsversion - ein Text mit fraglichen Qualitäten. Als evangelischer Missionar ist der Autor nur zu sehr versucht, den Gottesbegriff unterzubringen, was dem Sinn des Tao Te King überhaupt nicht entspricht. In der Neuausgabe von 1978 hat man den Originaltext erheblich umformuliert, um dem heutigen Sprachgebrauch und Verständnis zu entsprechen. Dieser Eingriff in den ursprünglichen Übersetzungstext von Richard Wilhelm wird vom Verlag jedoch nicht erwähnt!" - M. C. ]

Wilhelm hat viele Verdienste, viele gute Übersetzungen geleistet, aber ausgerechnet das Dao De Djing ist nicht sein Paradepferd! (H.K.)

~1910

Henri Borel Weisheit und Schönheit aus China [Tao-Te-King]. O. Hendel, Halle a. d. Saale, ca. 1910.
1910 Lev Toplstoj Izrechenijy kitaiskovo mudretsa Laotze. (russisch) Posrednik, Moskau 1910.
1910 Anonymus Tao Teh King van Lao Tse. (niederländisch). Theosofische Uitgevers-Maatschappy, Amsterdam 1910.
1910 Oono Untan Rôshi Kôgi. [Tao-Te-King] (japanisch). Tókyó 1910.

1911

H. Mueller

?

1911

Carl Henrik Andreas Bjerregaard The Inner Life and the Tao-The-King. Theosophical Publishing House, London; The Theosophical Publishing Co. of New York, New York 1911.

1912

Richard Wilhelm

Zhuangzi-Übersetzung aus dem chinesischen Original

1913

[Père] Léon Wieger

Jesuit; a) "Tao-tei-king. l'oeuvre de sLao-tzeu. Taoïsme, t. 2, les pères du système taoïste"  I: Lao-Tzeu, II: Lie-Tzeu, III: Tchoang-Tzeu.Hien hien, Ho-kien fou 1913; Cathasia, Paris - E. J. Brill, Leiden 1950; Cathasia - Les Belles Lettres, Paris 1983². ["principe" et "son action"] incomplete - in Onkellotus.
b) English
("Wisdom of the Daoist masters") by Derek Bryce (1999) [& (Père) Léon Wieger] - Laozi, Zhuangzi + Liezi mit Original + Übersetzung, ebenfalls christlich gedeutet, zieht Parallelen zu den Kirchenvätern. [(universal) "principle"]

1913

Paul Carus
[D. T. Suzuki & Paul Carus]

The Canon of Reason and Virtue (Lao-tze's Tao Teh King)  The Old Philosopher's Canon of Reason and Virtue (Chinese + English) ["Tao"]

1913

Tolstoj / Konishi Lao-si Tao-te-king ili pisanie o nravstvennosti. (russisch)

1914

Johannes Hesse

"Lao-tsze. Ein vorchristlicher Wahrheitszeuge." [Hermann Hesse's Vater (!), Missionar]

1914

Carl Dallago
(1869-1949)

Laotse / Der Anschluss an das Gesetz oder Der grosse Anschluss. Versuch einer Wiedergabe des Taoteking. Verlag Brenner, Innsbruck. (im "Brenner-Jahrbuch 1914") ["ANSCHLUSS" + "GESETZ"] - (auch 1921 [Walf], 1927³; L. Schneider, Heidelberg 1953 (Neudruck der 3. Auflage).
"Maßregelt" in der 3. Auflage auch noch die viel zu wenig studierten Sinologen!! (H.K.; M. Claus)
[Matthias Claus über den Autor: "
Kulturphilosoph und Schriftsteller. ... ab 1900 als freier Schriftsteller zu publizieren. ... 1910 wird er Hauptmitarbeiter der Zeitschrift "Der Brenner", wo er 1926 erste Artikel gegen das faschistische Regime Mussolinis publiziert. ...  1929  ... "Die Diktatur des Wahns". 1932 Mitarbeit an der in Berlin herausgegebenen und gegen den Nationalsozialismus gerichteten Zeitschrift "Der Sumpf". Bis 1945 Arbeit am letzten Hauptwerk "Der Begriff des Absoluten". Dallago richtet sich in seinen Arbeiten gegen jede Art von Institution (besonders gegen die Katholische Kirche), gegen jede Herrschaftsform, gegen blinden Fortschrittsglauben u.ä.. Sein Ideal sieht er im "reinen Menschen der Vorzeit"."] incomplete - in Onkellotus.

1915

Alfred Döblin

"Die drei Sprünge des Wang-lun" [Fontane-Preis 1916] mit daoistischen Gedanken: wu wei als Pazifismus interpretiert und in intellektuell-literarische Kreise hinein-popularisiert ... Wang-lun = "chinesisch neuer Mensch", religiöser Revolutionär in Einklang mit dem Weltgesetz.

1916

Isabella Mears

[Tao Te King] London Theosophical Publishing House. London 1916, 1922, 1949, 1971 ["Tao"] (auch 1922)

1917

K. Uruyama [Tao-Te-King] (japanisch). Tókyó 1917.

<1918

J. A. Blok

Tau Teh Tsjing (Tau Teh King) (niederländisch). Valkhoff, Amersfoort 1918²; AE. E. Kluwer, Deventer (4. Aufl. o. J. = 1948 ?), Ankh-Hermes, Deventer 1973 (8. Aufl.), 1984 (10. Aufl. = Oriëntserie).

1918

Aleister Crowley

Tao Te Ching  (Samuel Weiser Inc., York Beach, Maine, 1995). - ["Tao"]

1919

Dwight Goddard, Henri Borel, WAI-TAO

Laotzu's Tao and Wu-wei. B. Brentano, New York 1919; D. Goddard, Thetford, Vt² 1939.
[vgl. Wai-Tao Bhikshu + Dwight Goddard - Laotzu's Tao and Wu-Wei.
Santa Barbara 1935, 1938 ["Way"]

Tao Teh King [Goddard]    Wu Wei [Borel]

1919

(Jugendbewegung)

"Neue Religiosität" der bürgerlichen Jugendbewegung (nach Buddhismus und Daoismus [Linse, 1991, S. 335-336]; "Dao-Fieber" (!) [Pohl, 1999, S. 29]). Einflüsse auf Hesse (vgl. später Siddharta, auch "Das Glasperlenspiel"), Brecht, Jung, Heidegger.

1919

Alfred Henschke ("Klabund")
(1890-1928)

"Höre es, Deutscher!" - Aufruf, nach dem "Heiligen Geist des Tao" zu leben, zu den "Chinesen Europas" zu werden!
[("Klabautermann + Vagabund") - Antibürgerlicher "Wandervogel", pazifistischer Offener Brief an Wilhelm II., 1919 kurz inhaftiert; auch Cabaret-Auftritte. - 28 ausgew. Kapitel, keine eigene Übersetzung]

1919

Hermann Graf Keyserlingk

"Das Reisetagebuch eines Philosophen" - Bestseller der zwanziger Jahre:  "Der taoistischen Weisheit wird (...) wieder und wieder der Vorwurf eines unfruchtbaren Quietismus gemacht, nicht zum mindesten von seiten der Konfuzianer, die doch im letzten eines Geistes sind mit ihr. (...) Nun ist aber doch nicht zu leugnen, daß in den Werken der taoistischen Klassiker die vielleicht tiefsten Aussprüche zur Lebensweisheit enthalten sind, die wir überhaupt besitzen, und dies zwar gerade vom Standpunkte unseres Ideals, des Ideals der schöpferischen Autonomie. [18]  [Walf]

1920

Hans Haas Weisheitsworte des Lao-tszé. J. C. Hinrichs, Leipzig 1920.

1920

A. E. Anderson The Tao Teh King; A Chinese Mysticism. University of California, Berkeley 1920 (University Chronicle, Vol. XXII).

1920

Rudolf Dvorak Laotsi-ova kniha o taua ctnosti. (tschechisch) [Tao-teh-King]. Kladno 1920.

1920/1921

Hertha Federmann

Laotse, Tao Teh King. Vom Geist und seiner Tugend. C. H. Beck'sche Verlagsbuchhandlung, Oskar Beck, München, 1920, 1926². ["Geist" und "Tugend"] 101 S.
über die Autorin: "...
 zu Beginn des Jahrhunderts, veröffentlichte sie jedoch zunächst andere Übersetzungen (Laotse, Iacopone da Todi, Teile der Commedia, Rosamond Lehmann), eine Gedicht-Anthologie sowie eigene Gedichte. Obwohl die Autorin selbst und ihre anderen Werke heute nahezu vergessen sind, gehören Federmanns Dante-Gedichte zu den deutsch-italienischen Rime-Ausgaben mit vergleichsweise hohem Bekanntheitsgrad." [ grabienski ]
"Dem dichterischen Element im Tao Teh King gilt es vor allem in einer deutschen Übertragung gerecht zu werden. Meine Übertragung ist ein Versuch nach dieser Richtung. Aus dem E r l e b n i s heraus den Sinn des Werks zu erschließen, bei aller Treue gegen das Original und die für Laotse so charakteristische Wortknappheit, doch ohne ängstliche Anklammerung an die lexikalischen Worterklärungen, eine knappe, dichterische, deutsche Prägung zu finden, war mein Bemühen.
          Für meine Übertragung habe ich zur Hauptsache die Ausgabe von Carus benutzt. Seine Transkription des chinesischen Textes mit beigefügter englischer Verbalübersetzung ermöglicht selbst dem Nichtsinologen eine gute Vorstellung von dem Urtext und der ihm eigentümlichen Wortstellung. Daneben möchte ich noch die Übertragungen und Kommentare von Julien, Legge, Chalmers, Giles, V.v.Strauß, Wilhelm und Grill erwähnen, die ich auch für meine Arbeit benutzt habe. Am klarsten aber bestimmten sich mir die Grundgedanken der Laotseschen Lehre durch die Lektüre Lietses und vor allem Tschuangtses, des genialsten und dichterisch bedeutendsten der Nachfolger Laotses." (Aus dem Nachwort)
incomplete - in Onkellotus.

1921

Franz Rosenzweig, Der Stern der Erlösung (1918 geschrieben, 1921 erschienen) ist das Werk eines sich zum Judentum bekennenden deutschen Philosophen, der sich darin mit dem Dao auseinandersetzte! [Walf]

1921

Alfred Henschke ("Klabund")

Mensch werde wesentlich! Laotse -Sprüche. Deutsch von Klabund. Kl.-8 . 30 Ss., 1 Bl. Orig.-Kart. Verlag Fritz Heyder, Berlin-Zehlendorf. [1920 falsch!]  (1921, 1922, 1926; 1935); Goldmann, München 1986 (Goldmann TB 8435) [Lao-Tse - Ausgewählte Texte]

1921

John Gustav Weiß
(1857-?)
 

Lao-tse. Tao-te-King. Philipp Reclam Verlag jun., (auch Leipzig 1927 Reclam Universal-Bibliothek 6798) [vgl. 1923 auch Englisch: Lao-Tze's Tao-Te-King. British Museum, London 1923.] o. J. zitiert bei Jaspers (Lao-tse, Nagarjuna - Zwei asiatische Metaphysiker. R. Piper & Co. Verlag, 1957, 1978, S. 99)
Autor: Historische, philosophische, kulturelle Schriften. (Bürgermeister von Eberbach am Neckar). - Vergleich fremder Übersetzungen ohne Darlegungen oder "Zugaben". (H.K.)

~1921

Johan van Manen Tao Te King. (niederländisch). Theosofische Uitg.-Mij, Amsterdam, ca. 1921.

1921

Jakob J. Smári + Yngri Jóhannesson Lao-Tse, Bókin um veginn. Gudm. Gamalielssonar, Reykjavik 1921; Stafafell, Reykjavik 1971² (Formáli: Halldoór Laxness).

1922

Karl Maria Heckel Laotse. Sesamverlag, München. 94 S.
"Vorliegendes Werk in Übertragung von Karl Maria Heckel erschien im Sesamverlag München Neunzehnhundertundzweiundzwanzig Eine Monumentalausgabe des gleichen Werkes erscheint als erster Handdruck der Sesampresse in einhundertzwanzig numerierten Exemplaren " (Einzige vom Verlag beigefügte Anmerkung) [Matthias Claus]

1922

Maync, Siegfried Laotse und Jesus [Umschlag. gez. von O. Delling]. - Berlin W 57, Pallasstr. 8/9: Allg. Evang.-Prot. Missionsverein

1922

F. Fiedler
(1876-1900) /
[Gustav Wyneken (Hrsg.)]

Das Lao-Tse Tao-Te King.  Deutsch von F. Fiedler. Herausgegeben von Gustav Wyneken. Paul Steegemann Verlag, Hannover 1922  (Erstveröffentlichung in der "Freien Schulgemeinde" 1918) ["Gut" und "Tugend"]
[Großes Lob im
Nachwort von Gustav Wyneken, dennoch nichts Neues, wenig Bedeutsames, nachinterpretiert ohne eigene Übersetzung! - H.K.]

1922

Weber, Max

Konfuzianismus und Taoismus. J. C. B. Mohr, Tübingen 1922 (Gesammelte Aufsätze zur Religionssoziologie, 1) [The Religion of China: Confucianism and Taoism. Transl. From the German and ed. by Hans H. Gerth, mac Millan Co, New York 1964; Free Press, New York - Glencoe Ill. 1951, 1962, 1968.

1923

Pierre Salet

Le livre de la voie et de la vertu. Payot, Paris 1923

1923

R. Seligmann Das Buch vom göttlichen Gesetz. ("in jüdisch-deutscher Sprache") Klal, Berlin 1923.

1923

Julius Evola